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[FLASCHEN]FORM
FOLLOWS FUNCTION?
Flaschenformen für Wein
gibt es wie Beeren an der Traube. Nicht nur die Formen variieren,
auch die Glasfarben sind unterschiedlich. Sie reichen von
weiß(farblos) über verschiedene Grünschattierungen
bis zu dunkelbraunem Glas. Stahlblaue Flaschen - früher
traditionell für Moselweine verwendet - sind zur
Zeit wieder sehr trendy.
Die gebräuchlichsten Flaschengrößen sind
0,75 und 0,35 l Inhalt. Darüberhinaus gibt es noch
1-Liter-Flaschen - meist für Ausschankweine abgefüllt
- sowie Magnumflaschen mit 1,5, 3, 4,5 und 6 l Inhalt.
Bei
den Formen haben sich allerdings ein paar Grundformen
durchgesetzt, die wir Ihnen hier vorstellen wollen:
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DER
BOCKSBEUTEL:
Laut
WAHRIG ist der Bocksbeutel eine abgeplattete, bauchige
Flasche für (edle) Frankenweine, deren Form dem Hodensack
eines Bocks nachempfunden ist.
Die
fränkischen Winzer kämpften sogar vor Gericht
um das Alleinrecht an der Flaschenform. Der Bocksbeutel
ist bis heute das Wahrzeichen des Frankenweins. Allerdings
wird die Flasche in der Ortenau im Badischen benutzt, und
der portugiesische Mateus Rose wird darin abgefüllt.
Es gibt sie mit 0,35 und 0,75 l Inhalt. |
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DIE
BORDEAUXFLASCHE:
Die klassische Rotweinflasche. Sie wird natürlich nicht
nur für Bordeauxweine abgefüllt. Am meisten verbreitet sind hier dunkelgrüne
bis bräunliche Flaschen mit 0,75 l Inhalt. Viele französische
Spitzenweine werden in Magnumflaschen gefüllt, da der
Wein dadurch länger lagerfähig bleibt. |
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DIE
BURGUNDERFLASCHE:
Nicht
nur Burgunder, auch die Rotweine aus dem Beaujolais und
von der Ahr in Deutschland werden in ihr abgefüllt.
Inhalt: 0,75 l. In einem hellgrünen Ton wird diese
Flasche auch oft für Chardonnays und Chablis eingesetzt. |
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DIE
SCHLEGELFLASCHE:
sie
ist in Deutschland am weitesten verbreitet. Es gibt sie
mit einem Fassungsvermögen von 0,35, 0,75 und 1 Liter.
Die Farben variieren zwischen hellgrün bis braun. |
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DIE
CHAMPAGNERFLASCHE:
Noch
im 19 Jhdt platzten bis zu 80% der gefüllten Flaschen
während der 2. Gärung im Keller. Die Methode zur
Messung des Zuckergehalts in der Flasche war noch nicht
erfunden, die alkoholische Gärung konnte somit unkontrolliert
ablaufen. Der dadurch entstehende Druck der Kohlensäure
ließ die Flaschen bersten. Deshalb sind heute die
Wände dicker. Der Hohlraum im Flaschenboden erklärt
sich durch die Lagerungsart. Die Flaschen wurden in Rüttelkörben
übereinander gesteckt, so daß der Kopf der unteren
Flasche genau in den Boden der oberen Flasche paßte.
Dadurch wurde Platz gespart. |
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