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B
- Bacchus bis Bukett
BACCHUS - römische Gottheit des Weins. Bei den Griechen hieß
er Dionysos.
Außerdem Name einer neugezüchteten Weißweinrebe
(Kreuzung aus Sylvaner und Riesling, sowie Müller-Thurgau);
ergibt leichte, fruchtige Weine.
BADISCHE
WEINSTRASSE - von Weil, Basel bis Laudenbach an der Bergstraße führend.
BALTHASAR - siehe Flasche
BAR - Atmosphärischer
Überdruck in der Champagnerflasche. Üblich sind etwa
6 bar.
BARBARESCO - Ort bei Alba, Piemont; einer der besten Rotweine Italiens wird
hier erzeugt. Der DOCG-Rotwein, der zu den ganz grossen Rotweinen
Italiens und der Welt zählt, stammt aus den Langhe-Bergen
östlich von Alba in der italienischen Region Piemont. Die
knapp 500 Hektar große Zone besteht aus den Gemeinden Barbaresco,
Neive und Treiso und der Gemarkung San Rocco Senodelvio. Der trockene
Rotwein wird sortenrein aus der Rebsorte Nebbiolo (Unterarten
Michet, Lampia und Rosé) gekeltert, hat einen Alkoholgehalt
von 12,5% und muss zwei Jahre (davon ein Jahr im Fass) lagern.
Ab vier Jahren (davon drei im Fass) darf er sich Riserva nennen.
Der dem Barolo ähnliche Wein hat ein vielfältiges, typisches
Bouquet. Er wird wie der Barolo aus der Nebbiolo-Traube erzeugt.
BARBERA -
Traubensorte (Rotwein). Sehr beliebte, ertragreiche Sorte, siehe
auch Rebsorten
BARBERA
D'ASTI -
DOC-Rotwein aus dem Piemont Er wird mit Recht zu den herausragenden
gezählt. Der junge Wein ist leuchtend rubinrot und tendiert
zum granatrot im Alter, er riecht weinig mit einer charakterischen
Duftnote. Sein Geschmack ist trocken mit einer lieblichen Note
und wird bei geeigneter Lagerung immer harmonischer, angenehmer,
voller, abgerundeter. Er passt zu vielen ersten Gängen mit
Tomatensosse, zu robusten Gerichten, zu Ragouts, gemischten Braten,
Wildfleisch, Brathähnchen, pikanten Käsesorten. Er wird
bei 18°C serviert. Barbera del Monferrato Er gilt als der
kleine Bruder des Barbera dAsti und ist ein robuster Wein,
geschmeidig wegen seiner Herkunft, seiner Lagerhaltung, seinem
Alter. Der junge Wein ist lebendig, duftig, leuchtend rot, mit
den Jahren wird er weicher. Er ist mehr oder weniger leuchtend
rot, riecht weinig und hat einen trockenen, manchmal etwas süffigen
halbvollen Geschmack, bisweilen ist er spritzig. Er passt zu vielen
ersten Gängen, Vorspeisen, luftgetrockneten Fleisch- und
Wurstsorten, gemischtem Kesselfleisch, Geflügel und mageren
Braten. Bei 18°C servieren.
BARDOLINO - DOC-Rotwein aus Venetien. Der gleichnamige Ort am Ostufer des
Gardasees gab dem Anbaugebiet und dem Wein seinen Namen. Der Roséwein
der Region wird BARDOLINO CHIARETTO genannt.
BAROLO - wird wie der BARBARESCO aus der Nebbiolo-Traube gewonnenwird
wie der BARBARESCO aus der Nebbiolo-Traube (siehe auch Rebsorten)
gewonnen; der italienische DOCG-Rotwein genießt Kult-Charakter;
die Italiener bezeichnen ihn als "König der Weine, Wein
der König". Er stammt aus den Langhe-Hügeln südwestlich
von Alba in der Region Piemont und ist nach dem gleichnamigen
Ort benannt.
BARREL - siehe Fass
BARRIQUE - siehe Fass
Basilicata - Die 10'000 km2 grosse Basilikata ist eine süditalienische
Region die in der Größe an 15. und mit der Bevölkerungszahl
an 18. Stelle steht und wird in 2 Provinzen unterteilt. Sie besitzt
ein kurzes Stück Küste südwestlich am Tyrrhenischen
Meer und ein etwas grösseres südöstlich am Ionischen
Meer. In der gut 16'000 ha grossen Gesamtrebfläche ist seit
1971 nur die DOC-Zone Aglianico del Vulture ausgewiesen, deren
Namen von dem erloschenen, 1326 m hohen Vulkan Monte Vulture herrührt.
In der Basilikata herrscht ein relativ rauhes Klima. Nackte Felsen
und heftige Winde prägen das Land und es ist oft kälter
als in Norditalien, wodurch ein wirtschaftlicher Weinbau massiv
erschwert wird. Im Vulture-DOC-Gebiet wachsen auf vulkanischem
Boden hauptsächlich die rote, sehr spät reifende Rebsorte
Aglianico und die Malvasia Nera sowie die weißen Malvasia
Bianca und Asprinio Bianco, die hauptsächlich im Guyot-System
erzogen werden. Die an Holzpfählen hochgezogene, regionstypische
Alberello-Erziehung wurde weitgehend verdrängt. Der wichtigste
Wein ist der rote Aglianico del Vulture von dem die feineren Versionen
in den Gemeindebezirken Rionero und Melfi gedeihen.
BÉARN - Historische französische Provinz im äußersten
Südwesten des Landes mit der Hauptstadt Pau, die heute nahezu
identisch mit dem Département Pyrénées-Atlantiques
ist. Rund 2250 ha stehen hier unter Reben, und ihr berühmtester
Wein ist seit Jahrhunderten der Jurançon. Ferner werden
der rote Irouléguy und Madiran erzeugt, im letzteren Gebiet
zusätzlich der weiße Pacherenc du Vic-Bilh. Ferner
bringen gut 80 Gemeinden den Béarn hervor, bei dem es sich
zumeist um angenehm zu trinkende Rosé- bzw. Rotweine handelt.
Die verbleibenden zwei Drittel der Rebfläche sind der Erzeugung
von Tafel- und Landweinen vorbehalten.
BEAUJOLAIS - Das Beaujolais wird als der landschaftlich schönste Teil
der französischen Region Burgund bezeichnet und ist mit rund
23.000 Hektar Rebfläche, was mehr als die Hälfte ausmacht,
auch der weitaus größte Bereich. Der Beaujolais ist
ein heller, fruchtige Rotwein aus der Gamay-Traube. Er sollte
möglichst jung und gekühlt (bei 11-13 C) getrunken
werden.
BEAUJOLAIS
VILLAGES - im allgemeinen
bessere Beaujolais-Weine, die aus bestimmten Beaujolais Gemeinden
stammen
BEAUNE - Weinhauptstadt der Côte d'Or (Bourgogne). Côte-de-Beaune
und Côte-de-Beaune Villages
BEERENAUSLESE - Ein ganz besonderer, sehr seltener und entsprechend teurer Wein,
der aus einzeln herausgeschnittenen, edelfaulen, wenigstens überreifen
Beeren (in Österreich beides) erzeugt wird. Während
bei der Auslese die reifsten Trauben gelesen und gepreót werden,
geschieht das gleiche bei der Beerenauslese, wie der Name sagt,
lediglich mit den individuellen Beeren. Je nach Anbaugebiet muó
dabei ein Mindestmostgewicht von 110 bis 128° Oechsle erreicht
werden; in Österreich mindestens 25° KMW ^= 127°
Oechsle und auf eine gute Lage beschränkt. Beerenauslesen
werden in Deutschland und nach den Skandalen der 1980er Jahre
wohl auch im österreichischen Burgenland in guten und sehr
guten Jahren letztlich allein wegen des Prestiges erzeugt. Wenn
sie voll gelungen sind, sind sie sehr süß, von einem
fast unbeschreiblichen Reichtum an Bukett, Fruchtigkeit und Geschmack,
und sie gehören zu den erlesensten Weißweinen, die
es überhaupt gibt. Man sollte sie lediglich als Apéritif,
zum Dessert (sehr schwierig) oder nach Tisch servieren. Beeren-
und Trockenbeerenauslesen werden vereinzelt auch in anderen Ländern
erzeugt, wo sie vielfach ähnlich fabulöse Weine ergeben.
Barsac, Sauternes, Coteaux du Layon u.a..
BEREICH - Nach dem deutschen Weingesetz von 1971 "eine Zusammenfassung
mehrerer Lagen, aus deren Erträgen Weine gleichartiger Geschmacksrichtung
hergestellt werden". Stark in der Kritik. Die nächstkleinere
geographische Einheit nach dem Bereich ist die Großlage.
BERGERAC -
Weinbaugebiet mit Appellation Contrôlée-Weinen, das
östlich an Bordeaux grenzt
BIANCO - Italienische Bezeichnung für einen weißen Wein.
BINGER
BLEISTIFT - Darunter versteht man in Rheinhessen einen
Korkenzieher, ein wichtiges und stets mitzuführendes Utensil.
Der Scherzname rührt daher, daß in alten Zeiten (angeblich
1752) eine Sitzung des Binger Stadtrates abgebrochen werden mußte,
weil keiner der Ratsherren einen Bleistift zur Hand hatte, um
damit Protokoll zu führen. Die Sitzung wurde dann im Ratskeller
fortgesetzt. Als nun aber der Bürgermeister vergeblich auch
nach einem Korkenzieher kramte, um die erste Flasche Wein zu öffnen
und suchend in die Runde blickte, da förderten alle Ratsherren
dieses Gerät zutage.
BIOWEIN - Volkstümlicher Ausdruck für Weine, die mit minimalem
Einsatz an chemischen Spritz- und Düngemitteln erzeugt worden
sind. Zwar lassen sich im Labor keine signifikanten Unterschiede
im Schadstoffgehalt von ordnungsgemäß konventionell
erzeugtem Wein und Biowein feststellen, zweifellos wird aber mit
den Methoden des ökologischen Weinbaus die Umweltbelastung
verringert.
BLANC DE BLANCS - Bezeichnung
für einen Weißwein, der aus weißen Trauben erzeugt
wurde. Dieser Ausdruck wurde ursprünglich in der Champagne
geprägt für Weine, die ausschließlich aus Chardonnay
bereitet werden, zum Unterschied von jenen weißen Champagnern,
die aus Pinot noir (Blanc de Noirs) bzw. aus roten und weißen
Trauben erzeugt werden. Blanc de Blancs-Champagner, die angesichts
ihrer leichten Art und ihrer Feinheit und Eleganz heutzutage besonders
geschätzt werden, werden vornehmlich an der Côte des
Blancs um die Ortschaften Cramant, Le Mesnil und Avize erzeugt.
Angesichts
der Beliebtheit dieser Weine tauchen auch in anderen Gebieten
Frankreichs, wie in der Provence, an der Loire u.a., zunehmend
Blanc de Blancs-Weine auf, obgleich die Bezeichnung dort jeweils
praktisch unsinnig ist, da es in ihnen keine Tradition gibt, Weißweine
anders als aus weißen Trauben zu erzeugen
BLANC DE NOIRS - Im Unterschied zum Blanc de Blancs ein Weiówein der aus roten (ampelographisch:
schwarzen) Trauben erzeugt ist, wie dies in der Champagne bei
Weinen der Fall ist, die allein aus Pinot noir, gegebenenfalls
mit Zusatz von Pinot Meunier gewonnen werden. Diese werden vor
allem von kleinen Erzeugern, den sog. Manipulants, in den Orten
Ay, Bouzy, Verzenay, Mailly, Hautvillers u.a. erzeugt. Durchweg
sind sie körperreicher, kräftiger und kerniger und in
der Farbe eine Spur dunkler als die Blanc de Blancs.
BLANK - Gegenteil von "trüb". Als Steigerung benutzt
man gerne "glanzhell".
BLANKENHORNSBERG - Weinbauinstitut,
Staatliches Bedeutendes önologisches Institut
in Freiburg im Breisgau, 1920 gegründet, mit einem
Versuchs- und Lehrgut für Weinbau in Blankenhornsberg, dem
mit 27 ha größten Weingut am Kaiserstuhl,
das vorbildlich die Spitzenlage Doktorgarten bewirtschaftet und
dort mitunter bemerkenswerte Weißweine (Riesling 17%, Weißer
Burgunder 15% u.a.) und beachtliche Rotweine (Spätburgunder
21%) erzeugt, die zu den besten Badens zählen.
Ferner gehören zwei kleinere Versuchsgüter in Durbach
und in Hecklingen im Breisgau sowie verschiedene weitere
Rebflächen im Breisgau und im Markgräflerland dem
Freiburger Institut.
BLASS - zu helle Farbe, dünner, kleiner Wein. Blass tritt oft auch
als Folge von Überschwefelung auf
BLAUSCHÖNUNG - Siehe Schönen
BLINDPROBE - Weinprobe, bei der die Weine verdeckt angeboten werden, d.h.
beim Proben darf die Herkunft des Weines nicht zu erkennen sein.
Entweder löst man die Etiketten ab, oder man hüllt die
Flaschen in Papier oder ein Tuch ein. Originalkorken der aufgezogenen
Flaschen werden gegen neutrale Spitzkorken ausgetauscht.
BLUME - siehe Bukett. Gute Weine besitzen eine Vielfalt von Aromastoffen,
die durch Öffnen der Flasche und durch das Schwenken im Glas
feststellt.
BLUMIG - Wohlriechender, frischer Duft eines Weines, der an Blumen wie
zum Beispiel Rosen oder Veilchen erinnert.
BOCKSBEUTEL - Flachbauchige, grüne oder braune Flasche, in der nur Weine
aus Franken, Neuweier/Baden, Mauer und Tauberfranken abgefüllt
werden dürfen. Name stammt angeblich von der Form des Hodensacks
des Ziegenbocks.
BODEGA - Bezeichnung für die Kellereien der Firmen in der spanischen
Stadt Jerez de la Frontera, die Sherry herstellen. Im Spanischen
bedeutet dies aber auch allgemein Weingut, Weinkellerei oder Weinfachgeschäft.
BODEGEFÄHRTLE - Beim schwäbischen Wein jener spezifische Geschmackseindruck,
der vom Boden des Weinbergs herrühren soll und den die Schwaben
als das typisch Württembergische an ihrem Wein schätzen.
BODEN - Eine der wichtigsten Faktoren für die Qualität der
Weine ist der Boden. Einmal regelt er teilweise den Stoffwechsel
und die richtige Ernährung der Rebe. Allerdings sind nur
recht wenige Böden für Spitzenweine geeignet, z.B. sind
fruchtbare Böden meistens nur für Alltagsweine geeignet.
Eine alte Winzerregel besagt, dass nur auf Böden auf denen
nichts anderes vernünftig wachsen kann, für gute Weine
geeignet sind. Felsige und sandige Böden sind am besten für
den Weinbau geeignet, für den Charakter ist dabei die Beschaffenheit
des Bodens (Partikelgröße, Steingehalt) meist wichtiger
als die mineralische, chemische Zusammensetzung. Denn der Boden
prägt nicht den Geschmack (z. B. die Frucht), sondern den
Charakter des Weins (körperreich oder leicht, feingliedrig
oder plump).
BODENSATZ - Hefe und Trub setzen sich während des Weinausbaus am Boden
des Fasses ab und werden durch den Abstich oder Abzug vom Wein
getrennt. Je nach Ausbauart wird dieser Abstich mehrfach wiederholt
oder durch Schönen, Filtrieren und/oder Separieren erreicht,
daß der Wein glanzhell auf die Flasche kommt. Einen späteren
möglichen Bodensatz in der Flasche bezeichnet man allgemein
als Depot.
BÖCKSER -
Fehler im Wein. Entsteht während der Gärung oder im
Jungwein;
Geruch und Geschmack nach faulen Eiern, hauptsächlich durch
Schwefelwasserstoff verursacht
BONARDA
(CROATINA) - siehe Rebsorten
BORDEAUX - Die Region Bordeaux kämpft mit Burgund um den ersten Platz
der französischen Weinbaugebiete. Die gleichnamige Stadt
ist die Hauptstadt des Départements Gironde im Südwesten
Frankreichs und eine der schönsten Weinstädte der Welt.
Bekannteste Anbaugebiete: Bordeaux, Bordeaux Supérieur,
Graves, Médoc, Sauternes, Saint-Emilion. Für die Klassifikation
der Bordeaux-Weine gibt es genaue Regeln, die von Appellation
zu Appellation erheblich voneinander abweichen.
BORDEAUX SUPÉRIEUR - Ein großer Teil der Weine in der französischen Region
Bordeaux wird unter der umfassenden Appellations-Bezeichnung "Bordeaux"
(10% vol Alkohol-Gehalt bei Rotwein, 10,5% vol bei Weißwein)
oder "Bordeaux-Supérieur" (höherer Alkohol-Gehalt
mit 10,5% vol bei Rotwein und 11,5% vol bei Weißwein) produziert.
BORDEAUX-KLASSIFIZIERUNG -
Premier Cru Classé (5)
* Château Haut-Brion (Pessac-Léognan/Graves)einzige
Ausnahme
* Château Lafite-Rothschild (Pauillac)
* Château Latour (Pauillac)
* Château Margaux (Margaux)
* Château Mouton-Rothschild (Pauillac) - erst 1973 aufgenommen
Deuxième Cru Classé (14)
* Château Brane-Cantenac (Cantenac-Margaux)
* Château Cos-d´Estournel (Saint-Estèphe)
* Château Ducru-Beaucaillou (Saint Julien)
* Château Durfort-Vivens (Margaux)
* Château Gruaud-Larose (Saint-Julien)
* Château Lascombes (Margaux)
* Château Léoville-Barton (Saint-Julien)
* Château Léoville-Las-Cases (Saint-Julien)
* Château Léoville-Poyferré (Saint-Julien)
* Château Montrose (Saint-Estéphe)
* Château Pichon-Longueville Baron (Pauillac)
* Château Pichon-Longueville Comtesse de Lalande (Pauillac)
* Château Rauzan-Ségla (Margaux)
* Château Rauzan-Gassies (Margaux)
Troisième Cru Classé (14)
* Château Boyd-Cantenac (Cantenac-Margaux)
* Château Calon-Ségur (Saint-Estèphe)
* Château Cantenac-Brown (Cantenac-Margaux)
* Château d´Issan (Margaux)
* Château Desmirail (Margaux)
* Château Ferrière (Margaux)
* Château Giscours (Labarde)
* Château Kirwan (Cantenac-Margaux)
* Château La Lagune (Ludon)
* Château Lagrange (Saint-Julien)
* Château Langoa-Barton (Saint-Julien)
* Château Malescot Saint-Exupéry (Margaux)
* Château Palmer (Margaux)
* Château Marquis d´Alesme-Becker (Margaux)
Quatrième Cru Classé (10)
* Château Beychevelle (Saint-Julien)
* Château Branaire-Ducru (Saint-Julien)
* Château Duhart-Milon-Rothschild (Pauillac)
* Château La Tour Carnet (Margaux)
* Château Lafon-Rochet (Saint-Estéphe)
* Château Marquis-de-Terme (Margaux)
* Château Pouget (Cantenac-Margaux)
* Château Prieuré-Lichine (Cantenac-Margaux)
* Château Saint-Pierre-Bontemps (Saint-Julien)
* Château Talbot (Saint-Julien)
Cinquième Cru Classé (18)
* Château Batailley (Pauillac)
* Château Belgrave (Saint-Laurent)
* Château Cantemerle (Macau)
* Château Clerc-Milon (Pauillac)
* Château Cos-Labory (Saint-Estèphe)
* Château Croizet-Bages (Pauillac)
* Château Dauzac (Labarde-Margaux)
* Château de Camensac (Saint-Laurent)
* Château du Tertre (Arsac-Margaux)
* Château Grand-Puy-Ducasse (Pauillac)
* Château Grand-Puy-Lacoste (Pauillac)
* Château Haut-Bages-Libéral (Pauillac)
* Château Haut-Batailley (Pauillac)
* Château Lynch-Bages (Pauillac)
* Château Lynch-Moussas (Pauillac)
* Château Mouton Baron Philippe (Pauillac), hieß 1957-1988
* Château d´Armailhac
* Château Pédesclaux (Pauillac)
* Château Pontet-Canet (Pauillac)
BORDELAISER BRÜHE - nicht etwa schlechte billige Masseweine aus dem Bordeaux, sondern
Spritzmischung mit Kupfersulfat
BOTA - siehe Fass
BOTRYTIS
CINEREA - In gewissen Weinbaugebieten, darunter am
Rhein, am Neusiedlersee, an Teilen der Loire, im Gebiet von Sauternes
u.a. immer wieder auftretender Pilz. Wenn er im Laufe des Sommers
unreife Trauben befällt, tritt die sogenannte Rohfäule
ein, der die befallenen Trauben zerstört und mithin zu erheblichen
Ernteeinbußen führen kann. Befällt er hingegen
im Herbst reife Beeren, wird aus dem Feind der Freund des Winzers.
Er zerstört dann die Beerenhaut und bewirkt die Verdunstung
des Wassers und damit die Konzentration des Zuckers und anderer
wertvoller Inhaltsstoffe in der Beere. Aus derartigem Lesegut
lassen sich hochrangige Auslesen, Beerenauslesen bis hin zur Trockenbeerenauslese
bzw. die französischen vins liquoreux erzeugen. Derartige
Weine weisen neben einem mitunter hohen Alkoholgehalt eine deutliche
Süße auf, da der Most aufgrund seiner hohen Konzentration
den Zucker nicht vollständig vergärt, sowie einen durchaus
angenehmen, qualitätssteigernden Botrytiston in Geruch und
Geschmack. Es versteht sich von selbst, daß somit ein Botrytisbefall
ausschließlich bei Rebsorten erwünscht ist, aus denen
derartige, botrytisierte Weine erzeugt werden sollen. Botrytis
in einem trockenen Weißwein ist hingegen keineswegs qualitätsfördernd,
trägt vielmehr zu seinem rascheren Altern und einer vorzeitigen
Ermüdung bei. Botrytis in Rotweinen ist schlicht eine Katastrophe,
da sie Farbe, Tannine und Geschmack zerstört. Durch
eine entsprechende Rebenbehandlung (Laubschnitt, Ausdünnung
u.a. zum raschen Abtrocknen von Feuchtigkeit) bis hin zu Spritzungen
kann man Auftreten und Ausbreitung des Pilzes eindämmen bzw.
vermeiden. Das Ausmaß an Botrytisbefall - wo er erwünscht
ist - ist von Jahr zu Jahr sehr verschieden.
BOUQUET - siehe Bukett
BOURGEOIS - Nachdem durch die Klassifizierung von 1855 die Aristokratie
der Haut-Médoc-Weingüter in fünf Kategorien eingeteilt
wurde, hat man 1932 444 Weingüter des gesamten Médoc
als crus bourgeois eingestuft. Rund 100 von diesen (nur im Haut-Médoc)
wurden als crus bourgeois supérieurs bewertet, die sechs
besten davon wiederum als crus bourgeois supérieurs exceptionnels.
Durch das Syndikat der crus bourgeois-Weingüter des Médoc
ist diese Klassifizierung seither mehrfach überarbeitet und
in jüngster Zeit dahingehend vereinfacht worden, daß
man heute auf jede interne Hierarchisierung verzichtet und allein
noch von crus bourgeois spricht. Die heutige Einstufung als cru
bourgeois setzt dabei voraus, daß das Gut Mitglied des Syndikats
ist. Auf diese Weise gibt es gegenwärtig im Médoc
306 crus bourgeois, die zusammen über eine Fläche von
7000 ha, entsprechend rund 50% der Ertragsfläche des Médoc,
verfügen.
Nach den crus classés auf einem durchaus ehrenhaften zweiten
Platz eingestuft, erzeugen diese Bourgeois-Güter Weine, die
jenen als 5e cru classé eingestuften Gewächsen oftmals
nichts nachstehen. Man sollte daher nie vergessen, daß es
sich bei crus bourgeois-Weinen nicht um zweitklassige, gewöhnliche
Weine handelt, sondern durchweg um ausgezeichnete, ja mitunter
hervorragende Weine, die jede Beachtung wert sind. Weine
unterhalb der Bourgeois-Ebene wurden im Médoc früher
als crus artisans bzw. auf der untersten Stufe als crus paysans
bezeichnet.
Heute werden diese Begriffe in der Regel nicht mehr verwandt,
und man spricht schlicht von autres crus. Außerhalb des
Médoc hat sich der Begriff cru bourgeois bislang nicht
offiziell durchgesetzt, obwohl es etwa in den Graves seit langem
Bestrebungen zu seiner Einführung gibt.
BOWLE - Gekühlt zu trinkendes Mischgetränk aus Wein und Sekt
sowie Früchten oder Aromaauszügen, die zuvor mit hochprozentigen
Alkoholika und Zucker mariniert wurden. Für alkoholfreie
Bowlen können Früchtetees und Fruchtsäfte anstatt
Wein sowie Mineralwasser anstelle von Sekt verwendet werden.
BRACHETTO - SIEHE REBSORTEN
BRANDIG - Weine bei denen der Alkohol betont oder
sogar unangenehm den Genuß beeinträchtigt. Brandig
werden gerne Moste aus sehr reifen Jahrgängen mit hohem Zucker-
und niedrigem Säuregehalt. Der Winzer vermeidet diesen Weinfehler
durch langsameres Vergären des Mostes, sodaß die Kohlensäure
und das Aroma reichlich erhalten bleiben. durch Zugabe von Süßreserven
kann diesem Weinfehler auch zu Leibe gerückt werden. Die
Weine werden dann harmonischer und voller im Bukett. Obwohl man
weiß, daß Alkohol eine stabilisierende Wirkung auf
Wein hat, altern brandige Weine meist schneller als ausgeglichene
Weine.
BRANNTWEIN - Ursprünglich nur für Destillate aus Wein verwendeter
Begriff, der jetzt generell für alle extraktfreien oder extraktarmen
Spirituosendestillate verwendet wird. In der Gesetzgebung und
im Sprachgebrauch allgemeiner Begriff für alkoholreiche Flüssigkeiten,
bei Verdünnung auf Trinkstärke auch als Trinkbranntwein
bezeichnet.
BREMSER - Mundartlich für den trüben, gärenden Traubenmost
als Vorstufe des Federweißen. Er schmeckt süß,
ist durch seine Vitamine sehr gesund, zudem blutreinigend und
fördert auf natürliche, oft spontane Weise die körperliche
Entschlackung. Die Bremserzeit ist eine der schönsten Abschnitte
des Weinjahres. Ihr Höhepunkt war früher die Bremsermusik.
Der Bremser bremst also keineswegs, im Gegenteil. Sein Name rührt
vielmehr vom Geräusch der beginnenden Gärung her.
BRENNBLASE - Meist kupferner innerer Behälter des doppelwandigen Edelstahl-Brennkessels,
in dem die Maische indirekt mittels Wasserbad erhitzt wird. Den
oberen Abschluss bildet ein kupferner Helm, der die Alkoholdämpfe
sammelt und vorkühlt, bevor sie in die Verstärkerkolonnen
gelangen.
BRUCH - Weinfehler, entsteht bei der Berührung von Most oder Wein
mit Metall ( Kupfer, Eisen ). Der Bruch kann kellertechnisch meist
wieder beseitigt werden.
BRUNELLO - siehe Rebsorten
BRUNELLO DI MONTALCINO - Der italienische DOCG-Rotwein stammt aus einem kleinen Gebiet
rund um die malerisch auf einem Hügel liegende Stadt Montalcino,
40 Kilometer südlich von Siena in der Toskana. Der Brunello
zählt zu den gefeiertsten und berühmtesten Rotweinen
Italiens.
BRUT - Bezeichnung für den zumeist trockensten Champagner oder
Schaumwein (Sekt), trockener als extra trocken. Da Brut wörtlich
roh bedeutet, dürfte ein Brut Champagner eigentlich keinerlei
Dosage (Zuckerzusatz) enthalten. Tatsächlich dürfen
Brut Champagner oder Schaumweine jedoch bis zu 15 g/l Zucker enthalten,
und in der Regel sind sie mit einer leichten Dosage versehen.
Seltener sind hingegen Bezeichnungen wie Extra brut, Brut absolu,
Brut intégral, Brut (Dosage) zéro u.a., die für
Schaumweine ohne Zuckerzusatz gelten. Auch wenn Brut, Extra Brut
usw. für sich noch keine Garantie für Qualität
sind, weisen heute praktisch alle hochwertigen Champagner und
Schaumweine nur eine entsprechend geringe bis keine Dosage auf.
Bei deutschen Schaumweinen entspricht die Bezeichnung herb dem
französischen Brut.
BUKETT - Die Gesamtheitder Geschmacks- und vorallem Geruchsstoffe des
Weins. Je nachstärke der geruchs spricht man von bukettarm
bis bukettreichen Weinen. Erweitert wird dieses Spektrum durch
parfürmierte, bis hin zu aufdringlichen Weinen. Das Bukett
ist abhängig vom Reifegrad des Weins. Junge Weine sind meist
bukettarm und entwickeln während ihrer Reife eine Fülle
von Aromastoffen.
Ihr Ausgewogenheit und ihr harmonisches Verhältnis zueinander
verleihen dem Wein ein abrundetes Bukett.
BÜTT - Aus Dauben angefertigtes, ovales, nach oben zylindrisches und
offenes Transportgefäß für Trauben. Es stand auf
dem Weg neben dem Wingert auf dem Erntewagen. In diese Feldbütte
kippte der Buttenträger aus der Butt, über eine hölzerne
Stehleiter steigend, die Trauben ab. Der Name kommt von lat. butina.
Die Narrenbütt der rheinhessischen Fassenacht hat hier ihren
Ursprung.
BUTT - Hohes trichterförmiges, oben breites und stumpf zum Boden
zulaufendes Behältnis, früher aus Holz oder Zinkblech,
danach aus Kunststoff, das der Buttenträger auf dem Rücken
durch die Wingertzeilen trägt. Wegen des Gewichts und der
Hygiene ist die Metallbutt inzwischen durch Kunststoffbehälter
ersetzt. Die Leser (-innen) schütten die abgeschnittenen
Trauben aus ihren Eimern hinein, der Buttenträger bringt
sie zur Bütt
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