| |
C
- Cabernet Franc bis Cuvée
CABERNET FRANC - siehe Rebsorten
CABINET - seltene Bezeichnung
für hervorragende Qualität auf alten Flaschen deutschen
Weins. Mit dem deutschen Weingesetz (1971) verboten.
CAÑA - Ein zylindrischer, hoher und enger Weinbecher in Andalusien,
aus dem traditionellerweise Manzanilla getrunken wird. Die Venencias
(langstielige, schlanke Schöpfkellen zum Entnehmen von Weinproben),
mit denen in Sanlúcar de Barrameda der Manzanilla dem Faß
entnommen wird, sind aus Bambus (spanisch caña) statt aus
Fischbein oder Silber wie in Jerez. Der Name caña als Weinbecher
ist wahrscheinlich davon abgeleitet.
CANAIOLO
NERO - siehe Rebsorten
CANNONAU - siehe Rebsorten
CANTINA - Italienisch für Weinkeller, womit sowohl ein Lagerraum
für Weinflaschen als auch eine Weinkellerei, wo der Wein
vinifiziert wird, bezeichnet wird. Eine Cantina Sociale ist eine
Winzergenossenschaft.
CARATELLI
(CARATI) - kleine Kastanien- oder Eichenholzfässer
CARIGNANO - siehe Rebsorten
CARMENÈRE - siehe Rebsorten
CARMIGNANO - Toskanischer Rotwein aus dem gleichnamigen Anbaugebiet, westlich
von Florenz. Für die Produktion von Carmignano werden die
gleichen Rebsorten wie für Chianti verwendet. Hauptbestandteil
des Weines formt Sangiovese, die Hauptrebsorte aller toskanischen
Rotweine, sowie ein Zusatz von Cabernet Sauvignon. Diese nicht-autochthone
Rebe verhalf letztendlich Carmignano zu ein eigenständiges
DOC, während es 1932 noch im Anbaugebiet des Chianti Montalbano
eingegliedert wurde. Cabernet Sauvignon's Anwesenheit in den Weinbergen
von Carmignano wurde als Argument angeführt, dass, wenn auch
nicht einheimisch, sie ein traditioneller Bestandteil des Weins
sei, weshalb Carmigano nicht als Chianti, der anfänglich
nur aus einheimischen Rebsorten gekeltert wurde, betrachtet werden
kann. Obwohl zu bezweifeln ist, ob Cabernet Sauvignon früher
als 1975 in Carmignano angepflanzt wurde, bekam das Gebiet im
selben Jahr auf Grund dieser Argumentation als erste ein DOC-Status,
wobei explizit der Zusatz von Cabernet Sauvignon erlaubt wurde.
Erst 1984 wurde dies auch für Chianti zugelassen.
CARPENÈ MALVOLTI - Antonio Carpenè entdeckte im 19. Jahrhundert die Prosecco-Traube
für den Schaumwein. Er pflegte Kontakte zu Louis Pasteur
und Robert Koch und veröffentlichte theoretische önologische
Abhandlungen, die in Italien über viele Jahrzehnte als richtungsweisend
galten. 1877 eröffnete Antonio Carpenè in Conegliano
die erste Schule für Weinbau und Önologie Italiens.
CASSIS - Aroma von schwarzen Johannisbeeren, typischer Duft von Cabernet
Sauvignon
CASTEL
DEL MONTE - Der aus der italienischen Region Apulien
stammende DOC-Wein ist nach der im Jahre 1240 erbauten, achteckigen
und achttürmigen Burg Kaiser Friedrichs II. (1194
1250 ) benannt, die in der Nähe von Bari auf einem Hügel
liegt. Der Rosso wird aus den Rebsorten Uva di Troia, Sangiovese,
Aglianico und Pinot Nero verschnitten; nach drei Jahren darf er
sich Riserva nennen. Der Rosato wird aus Bombino Nero und der
Bianco aus Pampanuto erzeugt.
CASTELLI
ROMANI - Wein aus neun Orten in den Albaner Bergen
südöstlich von Rom. Am bekanntesten der Frascati, ein
kräftiger Weißwein
CATARRATTO - siehe Rebsorten
CAVA - Wörtlich Keller und zugleich Bezeichnung für in Spanien
und Portugal nach der Méthode champenoise erzeugte Schaumweine,
die früher in Spanien als Champán oder Xampán
etikettiert wurden, was heute rechtlich nicht länger zulässig
ist. 90% der in Spanien nach einer Herstellungs-, nicht Ursprungsgarantie
(Denominación específica) erzeugten Cava-Schaumweine
stammen aus Penedés.
In Griechenland bringen einige Erzeuger ihr Spitzencuvée
unter der Zusatzbezeichnung Cava in den Handel, so der Cava Cambas,
der Cava Tsantalis, der Cava Manzavino, der Cava Mantare (von
Boutari)
u.a.
CAVA
CAMBAS - Name zweier griechischer Markenweine,
die von Cambas erzeugt werden. Der weiße Cava Cambas wird
aus ausgesuchten Savatianotrauben aus Attika erzeugt und kommt
erst nach rund 10 Jahren in den Handel. Er ist ein trockener,
reifer, dabei charaktervoller Wein mit ca. 11,5% vol. Alkohol,
von hervorragender Qualität und in jeder Weise beachtenswert.
Er zählt zweifellos zu den besten Weißweinen Griechenlands.
Der rote Cava Cambas stammt aus Agiorgitikotrauben aus dem Gebiet
von Nemea und wird ebenfalls eine Reihe von Jahren in Eichenfässern
und dann in Flaschen ausgebaut, bevor er in den Verkehr gelangt.
Mit gleichfalls ca. 11,5% vol. Alkohol ist es ein reifer und ausgeglichener
Wein mit einer gewissen Eleganz, doch ohne das Format des gleichnamigen
Weißweins.
CAVE (LA) - frz. Keller, Lagerraum für Wein und oft
Verkaufs- und Dégustationsraum.
CÉPAGE - Französisch für Rebsorte.
CHABLIS - Der nach dem gleichnamigen Ort benannte Bereich zählt zur
Region Burgund. Der hellgelbe trockene Wein mit grünlichem
Schimmer wird sortenrein aus der Rebsorte Chardonnay (hier heißt
sie Beaunoise) hergestellt. Es gibt vier Qualitäts-Klassen:
*Chablis Grand Cru
*Premier Cru
*Chablis
*Petit Chablis
CHAI - französisch für ebenerdigen Faßkeller in Bordeaux.
CHAMBRIEREN - (siehe auch Weinthermometer) Das Erwärmen von Rotwein von
Keller- auf Zimmertemperatur. Trotz mancher moderner Hilfsmittel,
wie Heizung, heißes Wasser oder Mikrowellenherd, bleibt
die traditionelle Methode, den Wein rechtzeitig vor dem Servieren
in das Zimmer zu bringen zur behutsamen, nicht schockartigen Erwärmung,
nach wie vor das angemessene Verfahren.
CHAMPAGNE - Die französische Weinbauregion Champagne mit rund 34.000
Hektar Rebfläche gab dem berühmtesten Schaumwein der
Welt seinen gesetzlich geschützten Namen.
Das Geheimnis und der Erfolg des Champagners liegt im Bodentyp,
dem Klima und in der Herstellungsmethode. Das Flaschengärverfahren
ist Vorschrift.
CHAMPAGNER - Nach dem Gesetz ein Schaumwein, französisch Le Champagne,
wie er ausschließlich in der Champagne und zwar aus genau
festgelegten Rebsorten (Pinot Meunier, Pinot
noir und Chardonnay)
und nach ganz bestimmten Verfahren, nämlich ausschließlich
mittels der Méthode champenoise erzeugt werden darf. Champagner
kommt von derzeit rund 28.500 ha Rebfläche. Während
sich etwa 7200 ha davon in den Départements Aube und Aisne
befinden, bilden vier Fünftel das eigentliche Kerngebiet
im Département Marne, das sich auf drei große Bereiche
südlich von Reims verteilt:
1.
die Montagne de Reims mit körperreichen, eher schweren Weinen
aus dem Pinot noir;
2. die unmittelbar nördlich von Epernay gelegene Vallée
de la Marne mit weicheren und runderen Weinen meist aus Pinot
noir und Pinot Meunier, und 3. die südlich von Epernay gelegene
Côte des Blancs, fast ausschließlich das Reich des
Chardonnay, der elegante und feine, doch auch weniger komplexe
Weine ergibt. Das Geheimnis der Champagne ist wie in nahezu allen
Gebieten der Boden, und der beste Champagner kommt von dem berühmten
blendend weißen Kreideboden, der zumeist unter einer 20-50
cm dicken Erdschicht liegt. Auf diesem Boden befinden sich die
bedeutendsten Weinbauorte der Champagne, deren jeweilige Rebflächen
pauschal klassifiziert sind, wobei sich die Klassifizierung im
Herbstpreis der Trauben niederschlägt. So gibt es 17 grand
cru-Gemeinden, deren Trauben mit 100% des festgesetzten, seit
1990 frei ausgehandelten Preises bezahlt werden, darunter Verzenay,
Sillery, Mailly, Bouzy, Ambonnay, Ay, Avize, Cramant, Le Mesnil
u.a. Rund 40 Gemeinden sind als premiers crus mit 90-99% eingestuft,
d.h. ihre Trauben erzielen 90-99% des festgesetzten Preises. Dazu
gehören Mareuil-sur-Ay, Dizy-Magenta, Hautvillers u.a. Die
restlichen rund 250 Champagner-Dörfer erzielen zwischen 80
und 89% des offiziellen Preises. Der zulässige Hektarertrag
und potentielle Mindestalkoholgehalt wird jedes Jahr vom Comité
interprofessionnel festgelegt. Diese Trauben werden, ob weiß
oder rot, gekeltert - wobei aus 150 kg Trauben nicht mehr als
1 hl Most gewonnen werden darf - und der Most wie bei jedem Weißwein
vergoren (es sei denn, es soll ein Rosé-Champagner erzeugt
werden, dann werden die roten Trauben kurz an der Maische angegoren,
bevor sie abgepreßt und zu Ende vergoren werden). Hierbei
entscheidet sich schon wesentlich die Qualität des späteren
Champagners, nämlich ob nur der Most der ersten Pressung,
die sog. cuvée verwandt wird (wie bei einigen der besten
Häuser üblich) oder ob auch der Most der zweiten und
dritten Pressung (taille) benutzt wird. Nach der Gärung (bei
der Champagnererzeugung 1. Gärung genannt) findet der sog.
assemblage statt, das Verschneiden verschiedener Sorten, Lagen
und Jahrgänge, je nach der Hausmarke des Herstellers und
der Art des angestrebten Erzeugnisses, ob als Jahrgangsverschnitt,
was die Regel, als Jahrgangswein (millésimé), ob
als Blanc de Blancs (ausschließlich aus dem Chardonnay),
als Blanc de Noirs (allein aus roten Trauben) oder als cuvée
de prestige (die Spitzencuvée, der beste Wein des Hauses).
Nun beginnt das eigentliche Champagnerverfahren, die Méthode
champenoise, im Deutschen als Flaschengärung
bezeichnet. Der Stillwein, denn das ist er ja bislang, wird auf
Flaschen gefüllt und erhält dabei jeweils die liqueur
de tirage, d.h. ein Gemisch aus altem Wein mit Zucker und Hefe
für die Durchführung einer 2. Gärung in der Flasche,
durch die Champagner seine Kohlensäure enthält, also
die Voraussetzung für jenen im Glas sich bildenden Schaum
(mousse) entsteht. Der durch diese 2. Gärung entstehende
Niederschlag muß mindestens 1 Jahr (bei Jahrgangs-Champagner
mindestens 3 Jahre) in der Flasche bleiben, wobei manche Häuser
längere Lagerzeiten praktizieren, da er als wesentlicher
Qualitätsfaktor gilt. Vor dem Versand wird dieser Niederschlag
ohne Entweichen der Kohlensäure wieder aus der Flasche entfernt
werden. Zu diesem Zweck wird die Flasche mit dem Hals nach unten
in ein Rüttelpult gestellt, in dem der Niederschlag durch
Rütteln zum Korken getrieben wird. Geschah dies früher
in 2-3 Monaten durch Hand, so sind heute mechanische Rütteltische
üblich, die das gleiche innerhalb von einer Woche erreichen.
Wenn der Niederschlag sich am Korken abgesetzt hat, wird der Wein
degorgiert, d.h. der Flaschenhals wird vereist und der Pfropfen
herausgeschleudert, ohne daß die Kohlensäure entweicht.
Zu diesem Zeitpunkt ist der Champagner völlig trocken. Bevor
er nun endgültig verkorkt wird, erhält der Wein je nach
angestrebtem Süßungsgrad die liqueur d'expedition,
die sog. Dosage. Völlig trockener Champagner bleibt ohne
Dosage, was dann als Dosage Zéro, Extra brut oder Sans
Dosage o.ä. auf dem Etikett vermerkt wird. Geht er als brut
in den Handel - was heute bei rund 95% der Champagner der Fall
ist -, erhält er 0-2% Dosage, als Extra Dry oder Extra trocken
1,6-2,7%, Dry, Sec oder Trocken 2,3-4,7%, Demi-Sec oder halbtrocken
4,4-6,7%. Die Geschmacksangabe erscheint auf dem Etikett. Ebenfalls
auf dem Etikett finden sich jeweils, meist etwas versteckt, einige
Buchstaben, die über die Herkunft das Champagners Aufschluß
geben: So bedeutet N.M. Hauptmarke eines Handelshauses; M.A. =
Zweitmarke eines Handelshauses; R.M. = Champagner eines selbständigen
Winzers oder Weinguts; C.M. = Champagner einer Winzergenossenschaft.
Seit 1990 dürfen zusätzlich R.C. = Marke eines Genossenschaftswinzers
und S.R. = Marke einer Winzervereinigung benutzt werden. Rund
zwei Drittel aller Champagner stammen von den großen Champagnerhäusern,
von denen es derzeit rund 150 gibt, darunter einige, die zum selben
Konzern gehören, die zusammen ca. 12% der Rebfläche
besitzen, während sich in die übrigen 88% rund 14.000
Winzer teilen, die teils an die großen Häuser liefern,
teils in Winzergenossenschaften oder Winzervereinigungen zusammengeschlossen
sind, teils ihren eigenen Champagner erzeugen.Zu den führenden
Champagner-Häusern gehören Krug, Bollinger, Roederer,
Pol Roger, Taittinger, Pommery, Moët et Chandon, Veuve Clicquot,
Laurent-Perrier, Deutz & Geldermann, Abel Lepitre, Henriot,
Piper-Heidsieck, Heidsieck Monopole, Besserat de Bellefon, Charles
Heidsieck, Charbaut, Bricout, Lanson, Paillard, Perrier-Jouet,
Ruinart, Mumm, Ayala, de Venoge, Joseph Perrier, Canard-Duchêne,
Mercier, de Castellane u.a. Nach dem Degorgieren in der Flasche
gewinnt ein Champagner kaum mehr an Qualität. Die meisten
alten Champagner, die köstlich schmecken können, sind
vor dem Degorgieren im Originalkeller gealtert, als sich der Niederschlag
noch in der Flasche befand. Nicht nur Champagner kommen aus der
Champagne, doch sind die dort erzeugten Stillweine natürlich
nicht als Champagner in den Handel. Sie führen die Bezeichnung
Coteaux Champenois. Rosé des Riceys.
CHAMPAGNERMETHODE - siehe Méthode champenoise
CHANTEPLEURE - Bezeichnung für den Hahn eines Weinfasses, der beim Öffnen
"singt" (quietscht) und "weint", wenn der
Wein herausfließt, auf französisch "chante et
pleure". Die Weinbruderschaft von Vouvray, eine von vielen
in Frankreich, nennt sich Confrérie de la Chantepleure.
Außerdem wird in anderen Teilen Frankreichs der Probenheber
als Chantepleure bezeichnet, mit dem man durch Ansaugen durch
das Spundloch des Fasses eine Probe entnimmt.
CHAPTALISIEREN - Bezeichnung für Verbessern des
Weines durch
Zugabe von Rohrzucker (Saccharose) zum Most mit dem Ziel die Alkoholausbeute
bei der Gärung zu erhöhen. Nach ihrem Erfinder Chaptal
(1756 - 1837) genannt. Siehe auch "Zuckerung".
CHARAKTER - Ausdruck für einen guten Wein, der unabhängig von
seiner Qualität bestimmte unverwechselbare Merkmale besitzt,
die in der Herkunft des Weines, seinen Rebsorten und den traditionell
angewandten Vinifikations- und Ausbaumethoden begründet sind.
Ein Wein ohne Charakter ist langweilig und reizlos.
CHARDONNAY - siehe Rebsorten
CHARMAT-METHODE - Herstellung von Schaumwein in großen Druckbehältern
aus Edelstahl. Statt in der Flasche wird der Wein hier ein zweites
Mal vergoren.
CHASSAGNE-MONTRACHET - Weinort der Côte d'Or mit trockenem Weißwein (einem
der besten der Welt)
CHÂTEAU - Heute vor allem im Bordeaux-Gebiet verwendeter Ausdruck für
jedwedes Weingut einschließlich seiner meist in unmittelbarer
Nähe bzw. mehr oder weniger geschlossen um die Gebäude
gruppierten Rebflächen. Noch bis weit in das 20. Jahrhundert
war der Ausdruck auf mittelalterliche Burgen bzw. frühneuzeitliche
Adelssitze beschränkt. Heute verbirgt sich hinter dem Namen
Schloß oft nicht mehr als einen Bauerngehöft. In Frankreich
darf der Name Château auf dem Etikett lediglich verwandt
werden, wenn das Gut über eine eigene Rebfläche verfügt,
von dem der Wein stammt. Dabei muß der Wein nicht auf dem
Gut abgefüllt werden. Ist er dies jedoch und mithin eine
Erzeugerabfüllung, lautet der französische Etikettenaufdruck
Mis(e) en bouteille(s) au château.
CHARTA-WEIN - Deutscher Typenwein aus dem Rheingau, der folgenden Forderungen
standhält: 100% Riesling, weniger als 7,5 g/l Säure
und 3·
Oechsle mehr, als die
entsprechende Qualitätsstufe, ein Jahr Lagerung dadurch größere
Langlebigkeit und letztlich muß er aus den Kernlagen Rheinhessens
stammen. Er wird nur in Schlegelflaschen verkauft. Er trägt
als Kennzeichnung den romanischen Doppelbogen im Etikett.
CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE - Die Geschichte dieses berühmten, französischen Weines
bzw. der Appellation in der südlichen Rhone ist eng mit der
Kirche verbunden. Hier entstehen gehaltvolle, alkoholreiche aber
auch hochpreisige Rotweine, die nicht immer das halten, was sie
versprechen. Probieren sie, bevor Sie nur für einen Namen
bezahlen.
CHENIN BLANC - siehe Rebsorten
CHIANTI - Der Name des italienischen DOCG-Rotweines stammt von der Hügellandschaft
zwischen Florenz und Siena in der Region Toskana. Es ist ein lebendiger,
frisch und fruchtiger Rotwein, der jung getrunken wird.
CHIANTI CLASSICO - Der
Wein muss vier verschiedene Rebsorten, zwei Rote und zwei Weisse
aufweisen. Im Einzelnen sind das für die
roten Rebsorten zum einen der Sangiovese, dessen Anteil zwischen
75 und 90 % liegen muss und zum anderen der Canaiolo, mit einem
Anteil von 5 bis 10%. Den Anteil der Weissweintrauben stellt mit
2 bis 5 % der Malvasia und der Trebbiano dar. Bis zu 10% können
auch andere rote Rebsorten, wie Colorino, Cabernet-Sauvignon oder
Merlot hinzugefügt werden. Der Alkoholgehalt muss für
die normalen Weine mindestens bei 12% , für den Riservawein
mindestens bei 12,5% liegen. Um als Chianti Classico definiert
zu werden, bedarf es noch weiterer wichtiger Faktoren produktiver
Art. Die Mitglieder des Schwarzen-Hahn-Konsortium halten freiwillig
dem 1. Juni oder ein noch späteres Datum nach dem Erntejahr
zur Freigabe für den Handel ein, um dem Verbraucher die Balance
aller vorgeschriebenen Komponenten zu garantieren.
Chianti Colli
Aretini - Gebiet östlich der Chianti-Classico-Kernzone
nahe der Provinz Arezzo an den Abhängen des Valdarno. Hier
werden beachtliche, frische, wohlduftige Chianti von guter Qualität
erzeugt.
Chianti Colli Fiorentini
Nördlich des Chianti-Classico-Gebietes gelegene Hügellandschaft
um Florenz im Arnotal. Aus diesem Gebiet kommen einige ausgezeichnete
Chianti ausserhalb des Chianti Classico, die mit den dort erzeugten
Weinen in ihrer erstklassigen Qualität auf einer Stufe stehen.
Chianti Colli Senesi - In der reizvollen
Landschaft um Siena bis südlich von Poggibonsi
werden von einigen Erzeugern Chianti angeboten, die man zu den
besten ausserhalb der Kernzone zählt.
Chianti Colline Pisane - Hügellandschaft südlich des
Arno zwischen Pisa und Volterra, das westlichste Gebiet des Chianti,
in dem mildes, maritimes Klima
vorherrscht. Hier werden meist leichtere, weiche, aber durchaus
ansprechende und gute Weine erzeugt.
Chianti Montalbano - In dem kleinen Bezirk westlich von Florenz
und südlich von
Pistoia wird ein meist fruchtiger, weicher Chianti von guter,
teils sogar ausgezeichneter Qualität erzeugt. Hier entsteht
auch der bekannte DOC-Wein Carmignano, der von beachtlicher
Güte
sein kann.
Chianti putto - Einen Chianti, der nicht aus dem Chianti-Classico-Gebiet
stammt, bezeichnet man als Chianti putto. Er kann von ebenso
guter Qualität
sein wie ein Chianti Classico und zur DOCG-Klasse gehören.
In einem Konsortium zusammengefasst - ähnlich dem Chianti-Classico-Konsortium
- existieren noch sechs weitere Zonen mit den folgenden Ursprungsbezeichnungen:
Chianti Colli Aretini, Chianti Colli Fiorentini, Chianti Colli
Pisane, Chianti Colli Senesi, Chianti Montalbano, Chianti Rufina.
Sie tragen einen rosa Putto auf dem Flaschenhals.
Chianti Rufina - Nordöstlich von Florenz liegt die Stadt
Rufina am Sieve, einem Nebenfluss des Arno. Auf den Hügeln
der Umgebung sind einige der besten Chiantilagen, der dort geschaffene
Wein kann
dem Vergleich mit Erzeugnissen aus der Chianti-Kernzone standhalten.
Der Boden und das Klima sind dem im Chianti-Classico-Gebiet
sehr
ähnlich. Es wird von einigen Gütern ein bemerkenswerter,
teils hervorragender Chianti angeboten, der auch im Verhältnis
Preis/Leistung von Interesse ist.
CHILE - Aufstrebendes Weinexportland, mit sehr bekömmlichen Weinen,
da in dem Klima kein Mehltau und keine Reblaus vorkommt und somit
wenig Chemie benutzt wird. Die wichtigsten Rebsorten sind Cabernet
Sauvignon, Sauvignon Blanc und Chardonnay
CHLOROSE - Die Vergilbungskrankheit der Rebe auch Chlorose genannt, ist
weit erforscht, aber letztendlich noch nicht vollständig
geklärt. So weiß man, dass Eisenmangel der Pflanze,
zu hoher Kalziumgehalt in Verbindung mit Kohlensäure und
Phosphatüberschuß zu diesem Krankheitsbild führen
kann.
CLAIRET -
leichter, eher heller Rotweintyp; kaum Gerbstoffe, nicht besonders
lagerfähig. Optimaler Genuß, wenn er jung und kühl
getrunken wird. siehe auch Vorlauf
CLARET - die in England gebräuchliche traditionelle Bezeichnung
für Bordeauxweine.
CLASSICO - Begriff, mit dem das ursprüngliche, häufig historische,
Zentrum eines DOC-Anbaugebietes angedeutet wird. Oft ist das Gebiet,
aus kommerziellen Gründen über diese historische Grenze
erweitert worden, wo ein ähnlicher Wein, aus gleichen Rebsorten,
unter dem gleichen Namen, allerdings ohne den Zusatz Classico,
produziert werden darf.
CLEVENER - 1. in Teilen Badens Bezeichnung für den Traminer, 2. in
Württemberg Bezeichnung für den Frühburgunder.
CLIMAT - Besonders in Burgund gebräuchliche Bezeichnung, die der
deutschen Einzellage (österreichisch: Ried) entspricht.
CLOS - Ursprünglich ein mit einer Mauer oder ähnlichem umfriedeter
Weinberg in Frankreich, wie etwa der Clos de Vougeot. Heute wird
diese Bezeichnung mitunter etwas großzügiger angewandt,
darf aber im Zusammenhang mit dem Namen eines Weins nur auf dem
Etikett stehen, wenn ein derartiger Clos oder eingefriedeter Weinberg
tatsächlich existiert und der betreffende Wein von ihm stammt.
COGNAC - Nach franz. Recht in den Départements Charente und Charente-Maritime
hergestellter Weinbrand von 40 Vol%. Mindestlagerzeit in Eichenholzfässern
30 Monate.
CON CRIANZA - span.: mit Alterung (sin crianza, ohne Alterung)
CORTESE - siehe Rebsorten
CORVINA - siehe Rebsorten
COSECHA - Spanische Bezeichnung für Jahrgang.
COSECHERO - Spanisch für Winzer oder Weingutsbesitzer.
COSEJO
REGULADOR - span. Schutz-, Kontroll-, und Verkaufsförderung-Organisation
für eine Denominacion de Origen
CÔTE - frz. für Hang, genauer für Rebflächen in einer
Hanglage und damit besserer Sonnen-einstrahlung. Dies ist in Frankreich
häufig in Gebiets-Bezeichnungen oder Appellations-Namen enthalten,
zum Beispiel Côte d´Or, Côte de Beaune, Côte
de Nuits, Côte Chalonnaise und Côte Rotie.
CÔTE
D'OR - Weinbaugebiet
in der Bourgogne, gliedert sich in Côte de Beaune und Côte
de Nuits
CÔTE DE NUITS - Weinbaugebiet
der Côte d'Or mit großen Rotweinen
COTEAUX
D'AIX-EN-PROVENCE -
A.O.C. im Gebiet der Côtes de Provence. Umfasst ca. 3500
ha die über 49 Kommunen verteilt sind. Produziert werden
hauptsächlich Rosés (51%), bekannt ist die Côteaux
d'Aix jedoch für die sehr gehaltvollen und schweren Rotweine
(43%). Besonders die jüngeren Winzer beginnen mit Barrique-Ausbau
und sind sehr zu empfehlen. (z.B. Domaine Les Bastides, oder Château
Vauclaire)
CÔTES
DE PROVENCE - Weinbaugebiet
mit A.O.C.-Weinen und guten bis einfachen Landweinen. Hier werden
viele gute Roséweine hergestellt.
CÔTES-DU-RHÔNE - Name für alle Weine mit A.C. ohne besondere Bezeichnung,
die im Rhônetal südlich von Vienne angebaut werden.
CÔTES-DU-ROUSSILLON - körperreiche A.C.-Rotweine vom Rand der Pyrenäen.
Aufstrebend, aber noch nicht so routiniert wie in Bordeaux oder
Bourgogne.
COUPÉ
- Französischer Begriff für verschnitten. Vin de coupage
ist also ein Verschnittswein.
CRÉMANT - Bezeichnung für Qualitätsschaumweine mit A.O.C. außerhalb
der Champagne, wie z.B. Crémant de Bourgogne. Die Flaschengärung
ist Vorschrift
CRU - frz. für Gewächs, für die Lage und auch den von
dort stammenden Wein Klassifizierungs-Systeme mit unterschiedlichen
Stufen wie zum Beispiel Grand Cru, Cru classé, Premier
Cru. Anzutreffen vor allem im Elsass, Burgund, Provence,Champagne,
aber auch in Italien.
CRU
BOURGEOIS - Siehe Bourgeois
CRU
CLASSÉ - Qualitätseinstufung
(cru) der meisten Spitzenweine im Bordeaux-Gebiet. Im Haut-Médoc
wurde die bislang letzte, heute noch gültige Klassifizierung
von 1855 lediglich 1973 und allein bezüglich eines Gewächses
(Château Mouton-Rothschild) offiziell korrigiert. Die Spitzengewächse
sind hier in fünf crus classés eingeteilt, obwohl
unterhalb der ersten Stufe auf dem Etikett meist nur grand cru
classé steht: Premiers crus classés, Deuxièmes
(2es) crus classés, Troisièmes (3es) crus classés,
Quatrièmes (4es) crus classés und Cinquièmes
(5es) crus classés. Die Spitzengewächse aus Sauternes
und Barsac werden unterschieden in Premier cru classé supérieur,
Premiers crus classés und Deuxièmes crus classés,
die von Saint-Emilion in Premiers crus classés und Grands
crus classés, während man in den Graves offiziell
nur die Kategorie Crus classés kennt. Für die übrigen
Bordeaux-Bereiche gibt es keine offizielle Klassifizierung.
In
Burgund und in anderen französischen Weinbaugebieten unterscheidet
man Grands crus und Premiers crus, wobei es sich in Burgund um
Lagen, in der Champagne um Orte handelt. Im Gebiet der Côtes
de Provence sind seit 1955 23 Weingüter als crus classés
eingestuft, von denen heute noch 18 existieren, darunter die Châteaux
Sainte-Roseline, de Selle, Minuty, de Saint-Martin, die Domaines
de la Croix, de l'Aumérade, ferner Castel Roubine u.a.
CUVÉE - Weinmenge
aus der gleichen cuve (Faß ). Darüber hinaus bezeichnet
der Ausdruck einen Most oder Wein oder eine Mischung verschiedener
Moste oder Weine von in der Regel einer bestimmten Geschmacksrichtung
oder Typik, die zur Erzeugung eines Schaumweins oder Champagners
verwandt wird. Bei Bordeauxweinen spricht man in der Regel statt
von cuvée von assemblage, jedoch gibt es zumal im Gebiet
von Sauternes Güter, die eine Tête de cuvée
als die beste Partie des Jahrgangs erzeugen. Der Ausdruck première
cuvée als einer der besten Weine einer bestimmten Gemeinde
wird hingegen heute in Frankreich kaum noch verwandt, zumal er
relativ unverbindlich und damit nichtssagend ist.
|