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Von A wie Agraffe bis Z wie Zinfandel -
unser kleines Weinlexikon

Ist die Luftkammer ein Lagerort für Ihren Wein? Wie wird die Zuckerung geregelt?
Es gibt unendlich viele Fragen zum Thema Wein. Wir werden mit unserem Lexikon versuchen, einige Antworten zu geben.


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E - Eberbach bis Essigsäure

 

EBERBACH KLOSTER - Romanisch-gotisches Kloster im Rheingau. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts ein wichtiges Zentrum für Weinbau und Weinhandel. Besass Rheinhandelsflotte und eine Filiale in Köln. Hier wurden auch die Innenaufnahmen zum Film Name der Rose gedreht.

ECHTER MEHLTAU - auch Oidium genannt. Pilzkrankheit, die alle grünen Teile der Rebpflanze befällt und mit einem spinnwebartigen Netz überzieht, so daß sie absterben.

ECKIG - Ein unharmonischer Wein , dessen Geschmacksstoffe wie Säure, Alkohol, Tanin einzeln zu stark hervortreten. Die Bukett- und Aromastoffe dagegen treten in den Hintergrund. Meistens ist dies ein Fehler, der durch die Behandlung und den Umgang mit dem Produkt entstehen.

EDEL - Eine beliebte, doch mitunter inflationär gebrauchte Bezeichnung zur Charakterisierung eines guten Weins; sie sollte allein den äußerst seltenen, ganz großen Gewächsen vorbehalten bleiben.

EDELFÄULE - Bei feuchtem, warmem Herbstwetter werden die inzwischen reifen Trauben vom Grauschimmel, dem sogenannten Edelfäulepilz Botrytis Cinerea, befallen, der die Beerenhaut durchwächst und sie porös macht, wodurch das in den Beeren enthaltene Wasser langsam verdunstet, so daß die Beeren einschrumpfen. Sie sind damit keinesfalls verdorben, obwohl sie nicht gerade appetitlich aussehen. Vielmehr sind die aus ihnen gewonnenen Moste außerordentlich konzentriert mit einem hohen Zuckergehalt (25-45%), so daß aus ihnen hochwertige Auslesen, Beerenauslesen bzw. die vins liquoreux von Sauternes und Anjou gewonnen werden. Es versteht sich von selbst, daß Edelfäule daher bei einem trockenen Weißwein unerwünscht und bei Rotweinen eine Katastrophe ist. Befällt der Pilz die Trauben, bevor diese reif sind, tritt die Rohfäule ein, die den Verlust der Ernte bedeutet.

EDELREIS - Oberirdischer Teil des Rebstockes mit dem Charakter der gewählten Rebsorte, aufgepfropft auf Unterlagsreben.

EDELSTAHLTANK - seit den 60er Jahren Gefäße zur Vergärung und zum Ausbau des Weins. Sie sind hygienisch, geschmacksneutral und ermöglichen die Kontrolle der Gärtemperatur.

EDELTRAUBE - Wenig spezifische Bezeichnung für Keltertrauben, die besonders hervorragende Weine zu liefern vermögen, wie Riesling, Chardonnay, Sauvignon, Cabernet, Spätburgunder, Nebbiolo, Sangiovese, Tempranillo u.a..

EDELZWICKER - Verschnitt aus edlen Weißweinen, besonders gut aus dem Elsaß (mit A.O.C.)

EHRLICH - Ein nicht sehr bedeutender, jedoch sauberer Wein, der nichts vorgibt, was er nicht einlöst.

EICHE - Es gibt mehrere hundert Eichenarten. Man kann sie grob in zwei Kategorien einteilen. Die Roteichen sind stark porös und deshalb als Flüssigkeitsbehälter ungeeignet. Drei Arten der Weisseiche sind für den Weinausbau entscheidend. Eine Amerikanische und zwei europäische Eichenarten, die zur Gattung Quercus gehören. Amerikanische Eiche gibt mehr Tannin und mehr Vanillin (Aromastoff) an den Wein ab, als Europäische. Für die letzt endliche Fassqualität ist aber nicht unbedingt die Herkunft des Eichenholzes ausschlaggebend, sondern seine Ablagerung und Weiterverarbeitung. In Europa gibt es riesige Eichenwälder. Die wichtigsten Länder sind Frankreich, Deutschland (Pfalz), Slowenien, Polen und Tschechei. Frankreich besteht zu fast einem Viertel aus Wald. Etwa ein Drittel davon ist Eichenwald. Durch die lange Wein und Holzfasserfahrung hat Frankreich gewiss die Nase qualitativ vorne, zumal die französischen Weine auch fast ausschliesslich in eigenem Holz ausgebaut werden.

EIGENES LESEGUT - Gleichbedeutend mit Erzeugerabfüllung.

EIMER - In Österreich früher gebräuchliches Hohlmaß (56 l). Heute mitunter noch als Lagenname verwandt, wie etwa beim 1000-Eimer-Berg in Spitz.

EINBRENNEN - Anrösten der Innenseite des kleinen Fasses, auch Toasten genannt. Man unterscheidet leicht, mittel und stark geröstet. Je stärker der Einbrenngrad, umso deutlicher schmeckt der Wein nach Vanille, Karamelle und Rauch.

EINZELLAGE - Oft nur Lage genannt, eine bestimmte Rebfläche, die in Deutschland als solche in die Weinbergsrolle eingetragen sein muß und mindestens 5 ha umfassen sollte. Die ca. 2600 Lagen in Deutschland haben eine statistische Durchschnittsgröße von 40 ha (die größte 460 ha), können z.T. aber auch, mittels Sondergenehmigung, weniger als 1 ha aufweisen. Mit dem deutschen Weingesetz von 1971 sind Zehntausende gerade dieser kleinen und Kleinstlagennamen verschwunden. In Österreich üblicherweise als Ried bezeichnet; in Burgund heißt sie Climat.

EISHEILIGE - Die Namenstage der Schutzpatrone der vier Tage vom 12. bis 15. Mai, an denen insbesondere in den nördlichen und östlichen deutschen Weinbaugebieten noch die Gefahr eines verspäteten Frosteinbruchs im Frühling besteht. Die Namen der Eisheiligen lauten: St. Pankratius, St. Servatius, St. Bonifacius und Sta. Sophia, auch die kalte Sophie genannt. Jeder Winzer atmet erleichtert auf, wenn die Eisheiligen vorbei sind, da nach dem 15. Mai im allgemeinen nicht mehr mit Frost gerechnet werden muß.

EISWEIN - Hochwertiger Dessertwein. Die Trauben müssen bei der Lese und Kelterung auf natürliche Weise gefroren sein (mindestens -7 0 Celsius). Das aus den Beerenzellen ausgetretene Wasser friert aus, der Beerensaft wird konzentriert, dadurch Erhöhung des Mostgewichtes. Mindestmostgewicht liegt zwischen 110°-128° Oechsle. Er besitzt nicht nur eine hohe Süsse, sondern auch eine hohe Säure. Risikoreiche Gewinnung (geringere Ausbeute, Gefahr des Verlustes, bei vorzeitigem Auftauen unerwünschter Frostgeschmack), daher hochbezahlte Rarität.

EIWEISS - wird zur Klärung von Rotweinen verwendet. Je nach Größe des Fasses werden dem Wein ein bis fünf Eiweiße zugegeben, die den Bodensatz (Hefe und Trubstoffe) binden. Durch Abstich oder Filtern wird der Wein danach klar.

ELEGANT - Ausdruck für harmonisch ausgeglichene und geschliffene Weine. Ausgezeichnete bis hin zu ganz großen Weinen können elegant sein bzw. werden es vielfach durch Altern, einfache Weine werden es nahezu nie.

EMILIA-ROMAGNA - Während in den Ebenen der Emilia fast ausschliesslich Lambrusco abgefüllt wird, kommen aus den Ausläufern der Apenninen auch Sauvignon, Pinot Grigio, Merlot oder Pinot Nero.

ENTRAPPEN - Trennung der Beeren der Weintraube von den Stielen, auch abbeeren genannt. Dadurch soll vermieden werden, daß der in den Rappen enthaltene Gerbstoff (Tannin) in den Wein gelangt. Wein mit zu hohem Gerbstoffgehalt schmeckt bitter.

ENTRE-DEUX-MERS - eines der Hauptanbaugebiete für Bordeauxweine mit eher trockenen Weißweinen, die gut zu Austern und Fisch passen

ENTSÄUERUNG - Der Säuregehalt der Moste bestimmter Rebsorten ist in Jahrgängen mit ungünstiger Witterung (späte Traubenreife) so hoch, daß die daraus hergestellten Weine ohne Verminderung der Säure unharmonisch wären. Die Entsäuerung geschieht beim Most mit kohlensaurem Kalk, beim Wein durch Abbau der Äpfelsäure auf biologischem Wege durch Malolaktische Gärung, wie in der Traube.

ENTSCHLEIMEN - Methode zur Säuberung von Mosten, um reintönige Weine zu erhalten, am schonendsten durch Kühlen und Stehenlassen des Mostes. Eine zu starke Säuberung, etwa durch Zentrifugieren bei hoher Drehzahl, mindert die Qualität, weil wichtige Enzyme für die Gärung verlorengehen.

ENZYME - Es gibt weit über 1.000 verschiedene Enzyme (grch. Fermente), durch welche die chemischen Veränderungen bei einem Stoffwechsel gesteuert werden. Jedes davon hat eine ganz bestimmte Aufgabe. Bei der Weinbereitung, wie zum Beispiel bei der Gärung oder der Flaschen-Reifung (Entwickungsprozess in der Flasche) spielen viele davon eine entscheidende Rolle. Die wichtigsten Enzyme bzw. Enzyme-Gruppen sind Antigel, Invertase, Laccase, Oxidasen und Zymase.

ERNTEMENGE - Vom Weinberg produzierte Traubenmenge gemessen in Tonnen pro Hektar oder Hektoliter pro Hektar. 100 kg Trauben ergeben im Schnitt 70 Liter guten Wein bzw. 80 Liter Massenwein.Ertragsbegrenzung: Verzicht auf Menge, um dafür die Qualität der Trauben zu erhöhen. Geschieht meist durch Beschnitt der Reben.

ERTRAG - Der Ertrag von Reben wird im allgemeinen in Doppelzentner Trauben oder Hektoliter Wein pro Hektar (hl/ha) angegeben. Dabei versteht es sich für jeden qualitätsorientierten Weinbau von selbst, daß es Obergrenzen der zu erzeugenden Menge geben muß, da die Natur nicht auf der gleichen Grundlage beliebig reproduzierbar ist. Reduzierung der Erträge bedeutet daher nach dem Menge-Güte-Gesetz in aller Regel Steigerung der Qualität, was natürlich auch wieder höhere Preise für den Wein nach sich ziehen muß. Nicht zuletzt angesichts niedrigster Preise für allgemeine Konsumware waren daher im deutschen Weinbau effektive Maßnahmen zur Ertragsbegrenzung nie durchzusetzen. Erst unter dem Druck der EG hat man sich in langwierigen Verhandlungen auf Minimalkompromisse geeinigt, die in Zukunft ein nach Qualitätsstufen gestaffeltes System der Ertragsbegrenzung (zwischen 75 und 150 hl/ha für Tafelwein) vorsehen, wobei aber diese Grenzen um 20% überschritten werden dürfen, vorausgesetzt, die Übermenge wird so lange vom Markt ferngehalten, bis eine naturbedingte kleine Ernte es erlaubt, diese in den Handel zu bringen.
Angesichts dieser Bestimmungen gehen mehr und mehr Spitzengüter in Deutschland zu einer freiwilligen Ertragsbegrenzung von ca. 60-80 hl/ha über, z.T. auch 50 hl/ha und weniger, um die Qualität ihrer Weine zu steigern.
Wesentlich qualitätsorientierter bestimmt das österreichische Weingesetz von 1993 als Obergrenze für Landwein, Qualitätswein und Prädikatswein 67,5 hl pro Hektar eingetragener und bepflanzter Rebfläche. Wird diese Hektarhöchstmenge überschritten, darf die gesamte Ernte eines Jahrganges nur als Tafelwein in den Verkehr gebracht werden.
In Frankreich ist man seit langem andere Wege gegangen, auch wenn es das starre und rigorose System früherer Tage längst nicht mehr gibt. In einigen besonderen Gebieten wie Sauternes u.a. ist der Grundertrag (rendement de base) auf 25 hl/ha begrenzt, während er laut Gesetz für die roten Spitzenlagen Burgunds vom Chambertin bis zum Corton 35 hl/ha beträgt und bei keinem französischen A.O.C.-Wein (außer Elsaß bis 100 hl/ha) über 50 hl/ha liegt. Die tatsächlichen Höchsterträge (Plafond limite de classement) werden jährlich festgesetzt und können die Grunderträge je nach Jahr um 10, 20 oder gar 60% übersteigen. Da mit dieser Regelung ebenfalls eher dazu ermuntert wird, mehr zu erzeugen, als zunächst erlaubt scheint, verfolgen auch hier die Spitzengüter ihre eigene Politik einer mehr oder minder strikten Ertragsbegrenzung aus Gründen der Qualität.
Zumindest bei den besten Gütern in allen Weinbauländern setzt sich die Erkenntnis durch, daß nicht nur strenger Rebschnitt und minimale Düngung für eine wirksame Ertragsbegrenzung und damit ein Höchstmaß an Qualität Voraussetzung sind, sondern oftmals zusätzlich noch eine Ausdünnung der Gescheine nach dem Fruchtansatz.

ERZEUGERABFÜLLUNG - Der Abfüller muß auf dem Etikett angegeben werden. Dies kann eine Kellerei oder der Erzeuger selbst sein. Im zweiten Fall ist die Angabe Erzeugerabfüllung erlaubt, falls der Winzer die Trauben selbst geerntet, zu Wein verarbeitet und dann abgefüllt hat.

ESCA - 1. Holzkrankheit des Rebstammes. Im Hochsommer beginnen sich an einzelnen Rebstöcken zwischen den Blattadern und am Blattrand nekrotische Flecke abzugrenzen, die zunächst an Symptome des Roten Brenners erinnern. Alsbald aber breiten sich diese Nekrosen flächenhaft zwischen den Blattadern aus und erfassen die gesamte Blattfläche. Meist wird die gesamte Laubwand der betroffenen Rebstöcke von dieser flammenden rotbraunen Nekrotisierung erfasst. Die Rebstöcke sterben in der Regel noch im gleichen Jahr ab. Es wird aber auch beobachtet, dass diese Stöcke im folgenden Jahr ohne weitere Auffälligkeiten wieder austreiben und sich normal entwickeln. Die Trauben der von ESCA befallenen Rebstöcke sind kleinbeerig und auch zeiselig, ansonsten aber in der Regel unauffällig.
2.
Endprodukt der Ethanoloxidation über die Zwischenstufe des Acetaldehyds. Die anaerobe Essiggärung von Ethanol in Ggw. von Sauerstoff unter dem Einfluss von Essigbakterien (Acetobacter) war bereits in der Antike bekannt.

ESSIGSÄURE - CH3COOH entsteht aus Acetaldehyd bzw. durch Oxydation des Äthylalkohols mit Essigbakterien und zählt zu den flüchtigen Säuren, von denen jeder Weißwein zwischen 0,3 und 0,6 g/l, als Essigsäure berechnet, enthält. Sind in einem Weißwein mehr als 0,8 g/l und in einem Rotwein mehr als 1,2 g/l flüchtige Säure enthalten, so ist dies fast immer ein Anzeichen für schlechte oder unsachgemäße Kellerbehandlung, und der Wein neigt dann zum Essigstich. Natürlich darf kein wirklich guter Wein diese Krankheit je aufweisen.

ESSIGSTICH - Ein häufiger und gefährlicher Weinfehler, welcher durch zu grosse Mengen an Essigsäure oder durch Essig-Bakterien entsteht. Diese sind die am häufigsten und in jedem Wein vorkommenden Bakterien, deren Entdeckung dem Naurwissenschaftler Louis Pasteur zu verdanken ist. Die Essig-Bakterien können sich schon im Weingarten an den durch die Botrytis aufgesprungenen Beeren, nach der Gärung durch bestimmte Hefearten oder am häufigsten bei der Maische-Gärung bilden. Dies kann durch Schwefeln verhindert werden.

EST! EST!! EST!!! - Der Name dieses (heute eher nur wegen seines originellen Namens) berühmten Weissweines aus der Region Latium, Provinz Viterbo stammt von einer Legende aus dem 12. Jahrhundert. Im Auftrag einer hohen Persönlichkeit (Papst oder Fürst, darüber streiten sich die Geister) testete ein Diener für seinen Herren die Weine der Gegend, indem er von Wirtshaus zu Wirtshaus zog und die Sorten verkostete. In einem Gasthaus im Ort Montefiascone am Bolsena-See war er vom ausgeschenkten Wein so angetan und begeistert, dass er (in lateinisch) mit Kreide die Worte "Est! Est!! Est!!!" an die Wirtshaustüre schrieb. Auf deutsch also: "Ist! Ist!! Ist!!!", was sinngemäss "Das ist er!" bedeutet. Der dem Diener nachfolgende Tross der hohen Persönlichkeit konnte somit klar erkennen, dass es wert war, hier Rast zu machen und den Wein zu probieren. Damals wurde er aus der Traube Moscato (das heisst, er war wahrscheinlich süss), heute aber unter dem Namen "Est! Est!! Est!!! di Montefiascone" aus den Rebsorten Trebbiano und Malvasia gewonnen. Den strohgelben Wein mit einer delikaten Blume gibt es in trockener und halbsüsser Variante.

ESTER - Aromageber im Wein, entsteht aus Alkohol und organischen Säuren.

ETHANOL (ÄTHYLALKOHOL) C2H5OH - Das Äthanol bildet eine farblose, brennbare Flüssigkeit. Es hat berauschende Wirkung, ist desinfizierend in der Wundbehandlung und dient als Lösungsmittel für Fette, Harze, Farbstoffe, Medikamente, Parfüme und in technischen Prozessen zur Herstellung zahlreicher Chemikalien. Reines, etwa 95,5 %iges, Äthanol stellt man durch wiederholte Destillation her und entzieht ihm den letzten Rest an Wasser zum absoluten Alkohol durch wasserbindende Chemikalien. Durch Zusatz von Chemikalien wird er vergällt, d.h. ungeniessbar gemacht und dient so als Brennspiritus, während er in reiner Form mit hoher Steuer belastet ist.

ETIKETTE - Das Etikett ist die Visitenkarte des Weines, das zum einen ästhetisch ansprechen (was Geschmackssache ist), zum anderen das Wiederfinden möglich machen soll. Und natürlich erfährt man Wissenswertes über den Inhalt: Appellation, Name des Weines, der oft mit dem des Betriebes übereinstimmt, aber auch ein Phantasienamen sein kann, Alkoholgehalt, Jahrgang. Die Hinweise sind gesetzlich vorgegeben.

EU – WEINGESETZE - Jedes weinproduzierende Land, das der EU beitritt, muss sein Weingesetz an einige Bestimmungen anpassen. Geregelt wird z. B. das Bezeichnungsrecht. Als wesentlicher Teil der Produktinformation gilt die Bezeichnung des Produktes. Deshalb werden für Weinetiketten alle vorgeschriebenen Angaben, sowie alle Angaben, die zusätzlich gemacht werden dürfen, in einem Katalog bestimmt. Weinflaschen dürfen nach dieser Bezeichnungsverordnung ausserdem nur etikettiert in den Handel gebracht werden. Bei den Qualitätsangaben werden zwei Hauptkategorien unterschieden: Tafelwein und Qualitätswein. Diese Kategorien werden in einigen Ländern, wie z. B. Frankreich, Italien und Deutschland jeweils unterschiedlich weiter unterteilt.
Europa: 5,6 Millionen Hektar; davon 3,4 für die EG

EUTYPIOSE - Holzkrankheit des Rebstammes. Die betroffenen Reben zeigen zunächst eine unspezifische Laubverfärbung, die an Nährstoffmangelsymptome, vor allem an Chlorose, erinnern kann. Das Wachstum der betroffenen Reben reduziert sich von Jahr zu Jahr immer stärker. Die Trieblänge nimmt ab, die Blätter werden immer kleiner und es kommt neben Triebstauchungen auch zu einer Art Besenwuchs. Bei stärkeren Befallssymptomen unterbleibt die Traubenbildung völlig. Die Reben sterben innerhalb von drei bis vier Jahren nach Erscheinen der ersten Symptome während des Sommers ab, oder aber sie treiben im Frühjahr aus den wenigen noch angeschnittenen Augen nicht mehr aus.

EXTRA BRUT - bezeichnet einen Champagner mit weniger als 6 Gramm Restzucker pro Liter, also trocken.

EXTRA DRY - bezeichnet einen Champagner mit 12 bis 20 Gramm Restzucker pro Liter, tendenziell also süß.

EXTRA TROCKEN - Geschmacksangabe bei Sekt. Wahlweise extra dry. Restzuckergehalt zwischen 12 und 20 g/l

EXTRAKT - Nichtflüchtige, lösliche Stoffe wie Glyzerin, stickstoffhaltige Verbindungen, Gerb- und Farbstoffe, Alkohole und Mineralstoffe, jedoch nicht Zucker. Zeichen von Qualität.

EXTRAKTION - bei Rotweinen Auslaugen der Gerbstoffe und Farbpigmente aus der Beerenhaut bei der Maischegärung.

 



 

   

 

 


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