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Von A wie Agraffe bis Z wie Zinfandel -
unser kleines Weinlexikon

Ist die Luftkammer ein Lagerort für Ihren Wein? Wie wird die Zuckerung geregelt?
Es gibt unendlich viele Fragen zum Thema Wein. Wir werden mit unserem Lexikon versuchen, einige Antworten zu geben.


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H - Hagel bis Hybriden

 

HAGEL - Eine der gefürchtetsten Niederschlagsformen in Form von geforenen Wassertropfen, die sowohl Beeren als auch Belaubung des Weinstocks empfindlich beschädigen können. Hagelstürme, die in dem meisten Weinbaugebieten keineswegs selten sind, können schlimmstenfalls innerhalb weniger Minuten nicht nur die gesamte Ernte vernichten, sondern auch noch durch die Beschädigung des Rebstockes Auswirkungen die Ernte des folgenden Jahres haben. Bereits ein leichter Hagel während der Reifezeit fordert sein Tribut, indem er, zumal bei roten Sorten, die Beeren beschädigt, was einen ganz leichten Fäulnisgeschmack in einem ansonsten gesunden Wein hervorrufen kann, den sog. Hagelgeschmack (goût de grêle), wie er z.B. viele 1983er in Pomerol prägt.

HALBSTÜCK - Ein Faß mit einem Inhalt von 600 l, das traditionell im Rheingau u.a. gebräuchlich ist, wo es als Ergänzung des doppelt so großen Stückfasses dient - außer dort, wo man auf Tanks umgerüstet hat. Der Inhalt des Halbstücks entspricht 800 Flaschen.

HALBTROCKEN - Die Geschmacksangabe Halbtrocken darf nur dann auf dem Etikett erscheinen, wenn nach den EU-Bestimmungen von 1977, der Wein nicht mehr als 10g/l zuckergehalt höher liegt, als der Gesamtsäuregehalt in g/l. Maximal darf er a18 g/l Zucker enthalten. Ein Wein mit 6,5 g/l Säure darf sich noch halbtrocken nennen, wenn er maximal 16,5 g/l Zucker enthält.Bei Sekt zeigt halbtrocken einen Restzuckergehalt zwischen 33 und 50 g/l an. Wahlweise ist auch das Wort medium dry erlaubt.

HALWE - Mundartliche Bezeichnung für ein Glas Wein zu 0,2 l. Bei Stammgästen als Bestellung völlig ausreichend. Wörtlich genommen ist ein halber Schoppen gemeint, mithin 0,25 l. Dieses Quantum wird aber unter der Bezeichnung en Halwe nur in der Pfalz ausgeschenkt.

HANDKÄS MIT MUS(S)SIK - Ein Mainzer Handkäse. Er wird mit Essig, Öl, Zwiebeln, Pfeffer und etwas Knoblauch zubereitet (gerät besonders gut im Steinguttöpfchen, mit einem in Essig getränkten Leinenläppchen abgedeckt). Ein herber Wein schmeckt prächtig dazu. Währenddessen spielt auch keine Kammer-Musik, sondern das Doppel-S deutet bereits an, daß diese deftig, von den Zwiebeln verursacht und mehr dem Finale zugeordnet ist.

HARMONISCH - Bezeichnung für einen ausgeglichenen Wein, bei dem alle Geschmackskomponenten wie Süße und Säure, Körper und Alkoholgehalt ausgewogen aufeinander abgestimmt sind.

HART - Weine, deren Säure nicht durch genügend Zuckergehalt ausgeglichen wird. Jungweine, die hart sind, können beim Reifen harmonisch werden. Beim Rotwein sind es Weine mit unreifem, zu jungem Tannin. Bei zu hohen Tanningehalten erreichen aber auch in ihrer Jugend harte Weine im Alter nie einen exzellenten Zustand da sie ausgetrocknet sind.

HAUPTLESE - Bis zur 1993 erfolgten weitgehenden Freigabe der Lese in Deutschland durch die bis dahin bestehende Herbstordnung in jeder Weinbaugemeinde Jahr für Jahr je nach Reifestand und Witterung festgesetzte Beginn und Ende der allgemeinen Lese. Zuvor fand erforderlichenfalls eine genehmigte Vorlese statt. Auf die Hauptlese folgte, außer in geringen Jahren, die Spätlese.

HAUT - Französisch hoch. In Verbindung mit Bereichs- oder ähnlichen Namen ist damit ein höher gelegenes Gebiet gemeint, ohne daß zugleich eine eindeutige Qualitätsaussage gemacht ist. So ist natürlich der Wein von der Hautes-Côtes de Nuits nicht besser als der von der Côte de Nuits; es verhält sich vielmehr umgekehrt. Der Bas-Armagnac liefert einen besseren Branntwein als der Haut-Armagnac. Aber es gilt gewiß auch und sogar wohl häufiger das Gegenbeispiel. So sind die Weine des Haut-Médoc durchweg denen des Médoc überlegen, die des Haut-Rhin denen des Bas-Rhin usw.

HEFE - Einzellige Mikroorganismen, von denen einige (Sacccharomyces allipsoideus) den Saft von Trauben zum Gären bringen und ihn dadurch in Wein verwandeln. Die Hefe bildet die zur Gärung notwendigen Fermente in ihrem Protoplasma. Die Gärungsvorgänge decken den Energiebedarf der anaerob lebenden Mikroorganismen. Es gibt eine Vielzahl verschiedenster Hefekulturen, von denen einige bei geringeren Temperaturen tätig werden als andere und die sich durch die vielfältigsten Eigenschaften voneinander unterscheiden, eine Erkenntnis, die sich jene weitgehend zunutze machen, die ihre Moste nicht mit den natürlichen Hefen, sondern mit sog. Reinzuchthefe vergären. Selbst wenn es als umstritten gelten mag, ob eine Vergärung durch Reinzuchthefen einer Vergärung durch eigene Hefen vorzuziehen wäre - in jedem Fall ändert sich der Charakter und Geschmack des Weines -, kann es doch keinen Zweifel geben, daß die Ausfiltrierung der natürlichen Hefen aus dem Most einen massiven und in aller Regel für die Qualität des späteren Weins nachteiligen Eingriff darstellt. Nicht alle Hefen sind gleichermaßen nützlich und erstrebenswert. So führt z. B. das Auftreten von Kahmhefe dazu, daß der Wein ungenießbar wird. Hingegen bewirkt die auf ganz bestimmten Weinen natürlicherweise auftretende Florhefe genau das Gegenteil und führt zur Bildung des Fino und Amontillado Sherry.

HEFEPRESSWEIN - Getränk, das man durch Auspressen des Hefetrubs erhält; es schmeckt nicht unangenehm nach Hefe.

HEFIG - Sowohl auf junge Weine im Faß angewandter Ausdruck, die noch einen Geruch oder Geschmack nach Hefe aufweisen, als auch bei einigen Weinen, wie dem Muscadet, bei denen dieser goût de lie, verbunden mit einer leicht schäumenden Spritzigkeit dank natürlicher Kohlendioxidreste, noch auf der Flasche sehr geschätzt wird. Um ihn zu erreichen, werden derartige Weine daher direkt von der Hefe als vin sur lie abgefüllt. Im allgemeinen verliert sich dieser Geschmack nach einigen Monaten auf der Flasche bzw. recht rasch bei den Faßweinen, die darauf in ein anderes Faß umgefüllt werden (Abstich). Auch einige Schaumweine können anfangs hefig schmecken, wie es natürlich auch der Federweiße tut.

HEFTEN - Anbinden der sich abwärts neigenden Ranken der Reben am Wingertsdraht, damit sie nicht durch ihr eigenes oder das Trauben-Gewicht abbrechen, außerdem besser wachsen und die Schädlingsbekämpfung erleichtern.

HEKTAR - Flächenmaß, das 10.000 m2 umfaßt In Europa wird der Umfang von Rebflächen in der Regel in Hektar (ha) angegeben. Nach dem deutschen Weingesetz muß eine Einzellage mindestens 5 ha umfassen, wobei jedoch begründete Ausnahmeregelungen zulässig sind.

HEKTOLITER - Raummaß, 100 l umfassend. In Europa wird die Weinerzeugung normalerweise in Hektolitern (hl) angegeben. Gesetzlich vorgeschriebene Ertragsbegrenzungen beziehen sich auf Menge pro Fläche, also Hektoliter pro Hektar (hl/ha). Ertrag, Menge-Güte-Gesetz.

HERB - Nur bei Schaumweinen ist der Ausdruck herb genau definiert und gilt als die deutsche Übersetzung von brut. Ein als herb bezeichneter Schaumwein oder Sekt ist daher in der Regel trockener als extra trocken und verfügt über einen Restzuckergehalt von maximal 15 g/l (im Gegensatz zu den 12-20 g/l des extra trocken).
Beim Wein hingegen bezeichnet herb durchweg einen mehr oder weniger trockenen Wein, ohne sich konkret auf den Restzuckergehalt zu beziehen. Vielmehr verwendet man den Begriff bei Rotweinen, um einen deutlichen Gehalt an Tanninen damit zum Ausdruck zu bringen, ohne daß diese derart aggressiv hervortreten, daß man sie als adstringierend bezeichnen würde, während man beim Weißwein mit herb einen Wein mit einer relativ hohen Säure bezeichnet, die jedoch nicht grün und unreif wirkt. Ein herber Wein ist also keineswegs ein geringer Wein, und er wird in der Regel auch nicht als unangenehm empfunden. Jedoch ist es ein Wein, der in diesem Stadium sicherlich noch zu jung ist und den man deshalb noch weiter altern lassen sollte.

HERIMITAGE - Auch Ermitage oder L'Hermitage genannt, ein seit Jahrhunderten berühmter Wein aus dem Rhônetal, der 75 km südlich von Lyon auf nur einem einzigen, steilen, terrassenförmig angelegten Weinberg angebaut wird. Dank einer Windung des Stromes weist der Hang genau nach Süden und umfaßt exakt 123 ha. Von ihnen kommen jährlich etwa 4900 hl, davon heute ca. ein Drittel Weißwein (aus Roussanne und Marsanne), während der größere Teil Rotwein aus der Syrah hergestellt wird. Außerdem wird noch eine winzige Menge Vin de Paille, ein süßer, goldfarbene Wein mit hohem Alkoholgehalt (bis zu 15% vol.), erzeugt.
Der weiße Hermitage ist ein körperreicher, trockener, blaßfarbener Wein von hohem Charakter und ausgeprägtem Bukett, gehaltvoll und elegant. Der rote kann noch bemerkenswerter sein und zählt dann in guten Jahren zu einem der wahrhaft großen Weine Frankreichs: tiefdunkel, sehr langlebig, kraftvoll, mit einem eindringlichen Bukett, der kraftvollste unter den hervorragenden französischen Rotweinen.
Offiziell gibt es folgende 18 Lagen: Beaumes, Les Bessards, La Croix, La Croix de Jamanot, Les Diognières, Les Diognières et Torras, Les Greffieux, Les Gros des Vignes, L'Hermite, L'Homme, Maison Blanche, Le Méal, Les Murets, Péléat, La Pierrelle, Les Roucoules, Les Signaux und Varogne. Sie erscheinen allerdings nur selten auf dem Etikett, das häufiger einen Markennamen trägt.
Um die Entstehung des Hermitage-Weinberges und der Syrahrebe kreisen die verschiedendsten Anekdoten und Legenden. Angeblich soll die Rebe aus der persischen Stadt Shiraz von einem Kreuzfahrer nach Frankreich gebracht worden sein, der sich in Hermitage als Eremit (daher der Name) niederließ und auf dem Berg eine kleine Kapelle errichtete. Nach einer anderen Version handelte es sich bei diesem vermeintlichen Kreuzfahrer um Gaspard de Stérimberg, der 1225 an die Rhône kam, nachdem er in den Religionskriegen gekämpft hatte, die in Südfrankreich tobten. Er war jedoch niemals in Persien. Festzustehen scheint dagegen, daß in Hermitage bereits in römischer Zeit Wein erzeugt wurde. Woher der Name kommt, ist jedoch letztlich ebenso ungewiß wie die Herkunft des Syrah.
Der Name Hermitage wird in Australien als Synonym für den Syrah verwendet; Grange Hermitage. Man kennt dort, besonders in Südaustralien, auch einen White Hermitage, bei dem es sich jedoch in Wirklichkeit um den Trebbiano handelt. In Südafrika bezeichnet man irreführend den Cinsaut als Hermitage.

HÉRAULT - Unter dem Gesichtspunkt des Weins das Herz des Midi um Béziers und Montpellier an der französischen Mittelmeerküste gelegen. Obwohl das Départment kaum größer als das Großherzogtum Luxemburg ist, verfügt es - bei rückläufiger Entwicklung - über 113000 ha Rebfläche - etwa doppelt so groß wie die Australiens und etwa der von Chile vergleichbar - und ist damit -seit 1993 - knapp hinter der Gironde das zweitgrößte französische Weinbaudépartement. Außer den Muskatweinen von Frontignan, Lunel und St-Jean-de-Minervois (Vin doux naturel) werden hier der Clairette du Languedoc, der Picpoul de Pinet als Weißweine sowie der Faugères, St-Chinian, die Mehrzahl der Weine der Coteaux du Languedoc und ein Teil des Minervois erzeugt. Zusammen machen diese A.O.C.-Weine jedoch gerade einmal 12000 ha oder rund 9% der Rebfläche des Hérault aus. Quantitativ ungleich bedeutender ist die Erzeugung der insgesamt über zwei Dutzend Landweine, die inzwischen über 50% der Gesamterzeugung ausmachen. Zu ihnen zählt der hervorragende Mas de Daumas Gassac, der sicherlich bedeutendste heute im Hérault erzeugte Rot- wie Weißwein. Die verbleibenden 37% sind schlichte Tafelweine, Weine meist ohne größere Bedeutung, vielfach aus minderwertigen Rebsorten (Aramon, Alicante Bouschet), die in nennenswertem Umfang gar nicht erst auf den Markt kommen, sondern gleich destilliert werden.

HEURIGER - In Österreich genannter Jungwein.

HIPPE - Rebmesser mit scharfem, gebogenem Ende, wie es seit römischer Zeit zum Lesen der Trauben und zum Rebschnitt verwandt wurde. Heute durch Schere bzw. Maschinen abgelöst.

HISTAMIN - in geringen Mengen im Rotwein enthaltener Stoff, (5 bis maximal 10 Milligramm pro Liter), der allergische Reaktionen auslösen kann.

HOCHDRUCKTANK - Mit einem Betriebsdruck von 8 bar werden derartige Tanks vielfach zur gezügelten Gärung verwandt, um den Gärverlauf genau überwachen und so abbrechen zu können, daß Restzucker und Aroma erhalten bleiben. Außer in Deutschland, hier z.T. auch bei Rotweinen, werden diese Tanks u.a. auch von Gütern in Sauternes verwandt. Der Druck entsteht durch die bei der Gärung freiwerdende Kohlensäure, die nicht entweichen kann.

HOCHFARBIG - Bezeichnung für einen mehr oder weniger stark oxydativen, wenn nicht gar oxydierten, gold bis goldbraun gewordenen Weißwein, der in der Regel seine Frische verloren hat und dabei ist, matt zu werden.

HOCHGEWÄCHS - siehe Riesling Hochgewächs

HOCK - Eingebürgerte englische Bezeichnung für Rheinwein, ähnlich wie Claret der englische Name für rote Bordeaux ist. Das Wort ist durch die entstellte und verkürzte Wiedergabe von "Hochheimer", dem Lieblingswein von Königin Viktoria, entstanden.

HOFFEST - Neben den Weinfesten individuelle, an das einzelne Weingut gebundene Veranstaltung, die keinen festen Termin hat, aber nur in den Sommermonaten stattfindet. Dabei werden in Hof, Kelterhalle und sonstigen Betriebsräumen, wo Tische und Bänke aufgestellt sind, die Weine des Erzeugers mit rheinhessischen Spezialitäten, oft auch warmen Speisen, ausgeschänkt.

HOLZGESCHMACK - normalerweise erwünschte Geschmackskomponente eines im neuen Eichenholzfass Barrique ausgebauten Weins. Als Vanille- oder Röstton schnell erkennbar. Wenn der Holzgeschmack dominiert, spricht man von überholzten Weinen. Im Gegensatz dazu Fassgeschmack.

HOLZSPÄNE - Holzton kann auch durch Einrühren von Holzspänen oder Stückchen erreicht werden. Diese Methode ist zwar um ein Vielfaches günstiger als der Kauf eines teuren, kleinen Eichenholzfasses, bringt aber nicht die gleiche Qualität.

HONIFOGL - Lediglich beim 1986er in der Wachau von den Mitgliedern der Vinea Wachau verwandte Bezeichnung für Spitzenqualitäten, die nicht ganz der ansonsten üblichen Bezeichnung Spätlese entspricht. Seither werden derartige Weine als Smaragd deklariert.

HORIZONTALER VERSCHNITT - Cuvée, ein Verschnitt aus bis zu 50 verschiedenen Weinen verschiedener Lagen. (Vertikaler Verschnitt: verschiedene Jahrgänge).

HOSPICES DE BEAUNE - auch Hôtel Dieu genannt - ein bekanntes christliches Hospiz in der Stadt Beaune in Burgund, in dem jedes Jahr am dritten Sonntag im November die wohl berühmteste Weinversteigerung der Welt stattfindet. Seit seiner Gründung im Jahre 1443 gelangt das Hospiz bis zur Gegenwart immer wieder durch Schenkungen in den Besitz exzellenter Weinbergslagen, vor allem an der Côte de Beaune (seit 1977 erstmals auch an der Côte de Nuits), so daß es von den Erlösen seiner Weinauktionen den größten Teil seiner Ausgaben bestreiten kann. Die Versteigerung, die sich in dem malerischen Rahmen der sog. Trois Glorieuse (der drei gloreichen Tage ) abspielt, bestimmt durch seine indirekten Auswirkungen ungefähr das Preisniveau des neuen Burgunderjahrgangs. Da der Wein noch im Jahr der Ernte im verschlossenen Faß verkauft wird, ist diese Auktion daher für den gesamten burgundischen Weinbau von weitreichender Bedeutung. Der Weinbergsbesitz des Hospizes umfaßt derzeit etwa 60 ha, die sich auf 38 Lagen verteilen, die heute um die 700 pièces (Fässer zu 228 l) ergeben, d.h. ca. 1600 hl. Der Wein jeder einzelnen Lage gelangt getrennt zur Versteigerung, und zwar unter dem Namen der betreffenden Cuvée, der meist mit dem des jeweiligen Stifters identisch ist, wobei die verschiedenen Provenienzen naturgemäß sehr unterschliedliche Preise erzielen.
Seit 1970 gibt es ein einheitliches Etikett für die Weine der Hospices de Beaune. Auf ihm ist der Name der Cuvée mit der dazugehörigen Appellation contrôlée und der Abfüller (Käufer) vermerkt.

HUXELREBE - Alzeyer Neuzüchtung aus Gutedel x Courtillier musqué. Auch hier scheint die Begeisterung langsam nachzulassen; heute sind noch 1499 ha mit ihr bestockt, nahezu ausschließlich in Rheinhessen und in der Pfalz. Die aus ihr erzeugten Weine sind blumig und meist etwas aufdringlich.

HYBRIDEN - Aus sog. interspezifischen Kreuzungen zwischen amerikanischen und europäischen Rebsorten entstandene Reben, um die Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Vitis-Sorten gegen Pilzkrankheiten und Reblaus mit der Qualität der europäischen Vitis vinifera zu verbinden. Im Gegensatz zu den Neuzüchtungen aus Vinifera x Vinifera einerseits und den heute allgemein üblichen Pfropfreben andererseits, handelt es sich hierbei um Direktträger. Bislang läßt sich aber über die Hybriden nichts anderes als über die Neuzüchtungen sagen: Allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz ist es bis heute nicht gelungen, Rebsorten zu entwickeln, die auch nur annähernd an die Qualität herausragender Vinifera-Sorten heranreichen. Aus der Sicht des Weintrinkers ist es daher - zumal nach den Schwierigkeiten mit Neuzüchtungen - nur zu begrüßen, daß der Anbau von Hybriden in Deutschland verboten ist bzw. sie in den EU-Ländern zur Erzeugung von Qualitätswein nicht zugelassen sind. In anderen Ländern, wie der Schweiz, ist er zulässig, doch müssen die aus ihnen erzeugten Weine sichtbar als "Hybridenwein" deklariert werden.



   

 

 


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