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Von A wie Agraffe bis Z wie Zinfandel -
unser kleines Weinlexikon

Ist die Luftkammer ein Lagerort für Ihren Wein? Wie wird die Zuckerung geregelt?
Es gibt unendlich viele Fragen zum Thema Wein. Wir werden mit unserem Lexikon versuchen, einige Antworten zu geben.


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I - IGT bis Imprägnierverfahren

 

IGT - Dies bedeutet Indicazione geografica tipica die Trauben stammen aus einer bestimmten Region und unterliegen bestimmten Produktionsvorschriften.Sie ersetzte die alte Bezeichnung Vino da tavola Indicazione Geographica. Es kann sich um einen einfachen Wein handeln, es finden sich aber auch Spitzenweine unter dieser Kategorie.

IHRINGEN - Qualitativ einer der bedeutendsten Weinbauorte am Kaiserstuhl mit rund 560 ha Rebfläche, darunter der exzellente Doktorgarten (im Alleinbesitz des Staatlichen Lehr- und Versuchsgutes Blankenhornsberg), der Winklerberg, der kaum geringere Fohrenberg u.a. Die von diesen Lagen erzeugten Rieslinge, Grauen Burgunder, Spätburgunder u.a. Weine sind von exzellenter Qualität und gehören zu dem besten, was der Kaiserstuhl hervorzubringen vermag. Neben dem staatlichen Gut gelten Dr. Heger, R. Stigler, Gebr. Müller u.a. als führende Erzeuger.

IMBS - Die (auch: das) Imbs. Von Imbiß = kleines Essen. Rustikale Mahlzeit im Wingert (Picknick im Weinberg), meistens um die Mittagsstunde (rheinhessisch: im Unnere = unter Mittag, zwischen 11 und 13 Uhr, beide Stunden früher durch die Kirchturmglocke angezeigt). Die Imbs wurde von der Winzerin im Henkelkorb gebracht, meistens auf dem Boden hockend oder auf Stühlchen oder auf dem umgekippten Eimer eingenommen und bestand aus Hausmacher Wurst (Leberwurst, Blutwurst, Schwartenmagen), Pellkartoffeln (Gequellte, Quellmänner) und Weichekäs, die auf einem auf der Erde ausgebreiteten Tischtuch lagen.

IMIGLYCOS - Griechische Bezeichnung für lieblich; entspricht amabile, medium (sweet), meio doce, moelleux, semidulce.

IMIXEROS - Griechische Bezeichnung für halbtrocken; entspricht abboccato, demi-sec, medium dry, meio seco, semiseco.

IMPÉRIALE - siehe Flasche

IMPRÄGNIEREN - Künstliche Zusetzung von Kohlensäure zu Wein.

IMPRÄGNIERVERFAHREN - Zufuhr von Kohlensäure zu einem Stillwein
Kennzeichnungspflicht dieses Verfahrens durch Vermerk auf dem Flaschenetikett, wenn nur ein Teil der Kohlensäure aus diesem Verfahren stammt.

INHALTSSTOFFE - Der Zuckergehalt hängt von der natürlichen Süsse und vor allem von der Weinherstellung ab. Er liegt zwischen 2 und 80 Gramm pro Liter. Die Zuckerverbindungen im Wein sind Fructose und Glucose.
Neben dem Alkohol und dem Zucker enthält der Wein verschiedene Säuren, die für den frischen, fruchtigen Geschmack sorgen. Das sind die Weinsäure, die Apfelsäure und die Milchsäure. Alle anderen Substanzen finden sich nur noch in Spuren im Wein, was aber nichts über ihre tatsächliche Bedeutung aussagt. Im Gegenteil, man könnte fast sagen: je geringfügiger die Anteile, desto grösser die Wirkung.
Diese Substanzen werden Mikronährstoffe genannt: Wein enthält Mineralien, v. a. Kalium und Magnesium, Spurenelemente, Vitamine aus der B-Gruppe und Vitamin C sowie die Polyphenole.
Polyphenole sind organische Verbindungen, zu denen auch die Gerbstoffe und Farbstoffe gehören, die besonders im Rotwein für den herben Geschmack sorgen. Die Phenole finden sich vor allem auf und in der Schale der Traube. Während des Weinausbaus machen sie verschiedene chemische Reaktionen durch und beeinflussen damit das Aussehen, das Aroma und nicht zuletzt den Geschmack des Weins.

INTENSITÄT - Eindringlichkeit des Weines, seine Komplexität. Ein Wein mit grosser Intensität muss nicht wuchtig sein, aber er braucht Harmonie, Länge, Konzentration, Ausstrahlung und vor allem eine Vielfalt nachhaltiger Geschmacksstoffe, wobei es zwischen fragilen Tropfen und sogenannten blockbuster-Weinen viele Stufen gibt. Gerade Weissweine - und hier vor allem solche, die nicht im Eichenholzfass vergoren werden - können durch Ihre Intensität begeistern, trotz ihres meist schlanken Körpers.

INTERNATIONALE REBSORTE - Bezeichnung für weltweit angepflanzte Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Pinot noir, Sauvignon blanc

INZOLIA - Auch als Ansonica bekannte weisse Rebsorte, die fast ausschliesslich auf Sizilien angebaut wird. Zusammen mit der weissen Rebsorte Catarratto ist Inzolia für die meisten Weissweine Siziliens verantwortlich. Inzolia ist in der Lage, Beeren mit einem hohen Säuregehalt zu produzieren, was in heissen Klimazonen wie Sizilien eine Tugend ist. Die sizilianischen Weine sind traditionell Verschnitte, wobei die benutzten Rebsorten die erwünschte Komponente für den späteren Wein bestimmen. Veralterte Kellertechniken liessen jedoch nicht zu, dass dabei Weine entstanden, die mehr als alkoholisch und oft oxidiert waren. Erst mit der Modernisierung des sizilianischen Weinbaus wurde das Potential der Inzolia deutlich. Sie ist im Stande duftige und elegante Weine hervorzubringen, oft ohne den üblichen hohen Alkoholgehalt, den die meisten Weine aus heissen Anbaugebieten aufweisen. Zusammen mit Catarratto wird sie häufig mit Chardonnay verschnitten, wobei sie die fehlende Säure, die Chardonnay rasch in heissen Klimazonen verliert, ausgleicht. Vorausgesetzt, die Weine werden gewissenhaft vinifiziert, können die Ergebnisse sich sehen lassen. Sogar Barrique-Ausbau stehen diesen Weinen sehr gut. Eine Ähnlichkeit mit Weinen aus der "neuen Welt" ist dabei unübersehbar, da einerseits vor allem "internationale" Rebsorten, wie der erwähnte Chardonnay, aus kommerziellen Gründen auf dem Vormarsch sind und diesen den Weinen meistens dominieren, anderseits die Neuerungen im sizilianischen Weinbau häufig von Kellermeistern aus Australien und Kalifornien vorangetrieben wird.

ISABELLA - Eine in Österreich lokal starkverbreitete Sorte, sie stammt aus Amerika und ist das Ergebnis der Kreuzung einer amerikanischen mit einer europäischen Rebsorte und gehört zu den Direktträgern (Kreuzung ohne Veredelung). Diese Weinsorte ist vorallem unter dem Namen Uhudler oder Heckenklescher bekannt, berühmt und berüchtigt geworden

ITALIEN - Die Kultivierung von Reben wurde in Italien durch zwei Völker begonnen. Die Griechen brachten ihre Kultur im Süden (vor allem Sizilien) und die Etrusker im Norden Roms ein. Heute ist Italien das grösste weinproduzierende Land der Welt mit einem Anteil von rund 25 % an der gesamten Weltweinerzeugung. Schon seit jeher galt Italien als ein Land der Rebe und des Weines. Das Klima, die Lage am Mittelmeer und die geographische Beschaffenheit begünstigen den Weinbau in Italien. Die Alpen schirmen das milde Klima gegen die oft feuchtkalte Witterung Mitteleuropas ab. Man stösst daher fast in ganz Italien auf grosse und kleine Rebflächen, vom Apennin im Norden bis nach Sizilien im Süden, in den Ebenen und an den Hügeln und Bergen bis in Höhen um 1.000 Meter. Italiens Weinreichtum ist unglaublich gross und vielfältig. Selbst Fachleute können die genaue Anzahl der unterschiedlichen Rebsorten in Italien nicht genau angeben.
Die gesamte Weinerzeugung Italiens setzt sich zu ca. 54 % aus Rot- und Roséweinen und zu 46 % aus Weissweinen zusammen.
Rebfläche: 1.110.000 Hektar Weinproduktion: 59-70 Millionen Hektoliter/Jahr Weinexport: 12-18 Millionen Hektoliter/Jahr Weinimport: geringfügig Pro-Kopf-Verbrauch: 63 Liter/Jahr



   

 

 


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