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T
- Tafelwein bis Typenwein
TAFELWEIN - Die unterste der drei Qualitätsstufen (Weingruppen). Es
gibt spezielle gesetzliche Anforderungen in Bezug auf Rebsorten,
Anreicherung, Alkoholgehalt und Önologische Behandlung. Die
Angabe Deutscher Tafelwein (oder Landwein) ist auf dem Etikett
vorgeschrieben. Nicht benutzt werden dürfen die Namen bestimmter
Anbaugebiete. Diese sind Qualitätsweinen vorbehalten. Hingegen
sind für Tafelwein die Namen der Tafelweinbaugebiete und
deren Untergebiete zulässig (für rheinhessischen Tafelwein
Rhein-Mosel und - als Untergebiet - Rhein), wenn der von dort
stammende Anteil mindestens 85 % beträgt, ebenso Jahrgangs-
und Rebsortenangaben. siehe auch vin de table, vino da tavola.
TALENTO - Name für hochwertige flaschenvergorene Schaumweine.
TANKVERGÄRUNG - Zweite Gärung, erfolgt im geschlossenen Edelstahltank.
Bevorzugte Methode für günstige Markenschaumweine.
TANNIN -
1. Gerbstoff
2. Zusatzstoff zum Schönungsmittel, vor allem bei gerbstoffarmen
Weißweinen
Tannin findet sich in den Stielen, Häuten und Kernen der
Traube. Mittlerweile sind mehr als 30 verschieden Tannine bekannt.Gerbstoff
aus der Gruppe der Phenole. Chemisch gesehen handelt es sich um
Ester der Gallussäure. Sie wirken sehr stark gerbend und
adstringierend, daher werden sie seit Jahrtausenden zum Gerben
von Leder verwendet. Sie sind auch in den Trauben-Kernen, Kämmen
(Rappen, Stielen) und vor allem in den Traubenschalen enthalten.
Je nach Traubensorte treten sie mehr oder weniger stark in Erscheinung.
Das weichste Tannin liefert die Beerenhaut, die beim Rotwein mitvergoren
wird. Beim Ausbau im Barrique gibt das Holz des Fasses zusätzlich
Tannin an den Wein ab. Tannin wirkt konservierend und ist deshalb
in Weinen, die für längere Lagerzeit bestimmt sind,
ein wesentlicher Bestandteil.
TASTEVIN - Weinprobierschale
TASTEVINAGE - Besondere Etikettierung bei bestimmten Burgundern, die nach
eingehender Probe von einem Ausschuß der Confrérie
du Tastevin ausgewählt wurden und nach Entrichtung einer
bestimmten Gebühr das besondere Etikett der Bruderschaft
tragen, auf dem der Name des Abfüllers (Händler oder
Erzeuger) ebenfalls erscheint. Die betreffenden Weine gelten als
tastevinés. Dies ist ein Hinweis auf, aber keineswegs eine
Garantie für eine gehobenere Qualität.
TEINTURIER - siehe Färbertraube
TEMPERATURKONTROLLE - kontrollierte Gärführung, zum Beispiel mit einer niedrigen
Temperatur im Gärbehälter, um eine langsame, gezügelte
Gärung zu gewährleisten und reintönige Weine mit
mehr Frucht zu erzielen (bei Weißweinen etwa 16 bis 20 Grad
Celsius, bei Roten 27 bis 30 Grad).
TEMPERIEREN - Ein behutsames Temperieren von Wein sollte
vorgenommen werden um seinen optimalen Geschmack zu erhalten.
Rotwein sollte aber nie schnell in heißem Wasser oder auf
der Heizung erwärmt werden.Umgekehrt gilt für Weißwein
nie im Tiefkühlfach schnell herunterkühlen. siehe auch
Weinthermometer
TENUTA - Weingut - Besitztum, das Weinberge und Gebäude ( Kellerei
) umfasst. Siehe auch Azienda.
TEROLDEGO - Die Teroldego ist eine autochtone Sorte aus dem Trentino. Am
besten ist sie in bestimmten Lagen im Campo Rotaliano. Sie ist
eine der interessantesten Sorten im Trentino. In der Gegend um
Messocorona und Messolombardo baut man die Reben auf dem Schwemmland
der Wildbacher Noce an.
TERRAVIN - Bezeichnung für einheimische, gehobene Weissweine aus dem
schweizer Kanton Waadt, die eine Qualitätsprüfung bestanden
haben.
TERROIR (frz. Erde/Boden) - Komplexes Zusammenspiel
von Boden, Klima und Witterungsverlauf, das Einfluß auf
die Qualität des Weins hat. In Europa stark beachtete Kriterien
für den Weinbau, die in Übersee erst nach der Kunst
des Kellermeisters in Betracht gezogen werden.
TERROIRWEIN - Weine bestimmter Anbauregionen und genau benannter Weinlagen.
In der Alten Welt ist man im Gegensatz zu Weinmachern in Übersee
überzeugt, dass der Charakter eines Weins, sein Ausdruck
und seine Qualiät stärker vom Boden, der Lage und dem
Klima beeinflusst werden als von der Technik im Weinkeller.
TÊTE -
Bedeutet im Französischen eigentlich Kopf und bezeichnet daher
in der Regel den Gipfel einer Sache. Ein vin de tête oder
eine tête de cuvée oder tête de cru meint
daher den besten Wein, den der Winzer oder das Weingut von diesem
Jahrgang
erzeugt hat.
TÊTE DE CUVÉE - Französischer Ausdruck, der in den einzelnen Anbaugebieten
unterschiedlich bedeutet. Ursprünglich nannte man so das
beste Fass (oder Fässer) einer Ernte in einem bestimmten
Winzerkeller. Bei der Herstellung des Champagners bezeichnet dies
den Most aus dem ersten Pressvorgang. Für hochwertigsten
Champagner ("Cuvée de Prestige") wird ausschließlich
"Téte de cuvée" verwendet.
TINTO - Spanische und portugiesische Bezeichnung (auch tinta) für
"gefärbt", in diesen Ländern bei Trauben und
Weinen auch häufig für "rot" gebräuchlich.
Wird auch als Synonym für einen dunklen, körperreichen,
alkoholstarken Rioja verwendet (für Likörweine auch
"negro").Spanischer
Ausdruck für Rotwein
TIRAGE - Französische Bezeichnung für Flaschenabfüllung.
TOCAI - siehe Rebsorten
TOCAI
FRIULANO - siehe Rebsorten
TOKAJER - Einer der traditionsreichsten und bedeutendsten Likörweine
der Welt, der gegenwärtig wieder zu seiner früheren
Bedeutung zurückfindet und der in dem Gebiet von Tokaj-Hegyalja
mit jährlich etwa 180.000 hl erzeugt wird. Er stammt zu rund
zwei Dritteln aus dem Furmint, während für den Rest
weitgehend der Hárslevelü (Lindenblättrige) sowie
etwas Gelbe Muskateller (Muscat de Lunel) aufkommen.
Tokajer wird nach einen ganz besonderen Verfahren erzeugt, wie
es sich in Jahrhunderten herausgebildet hat. Der sozusagen einfachste
Tokajer ist der Tokaji Szamorodni (Tokajer Samorodner), ein Wein,
der je nach Jahrgang trocken oder mehr oder weniger süß
sein kann, aber stets einen Botrytiston dabei aufweisen muß
und über etwa 15% vol. Alkohol verfügt. Das Geheimnis
des Tokajers ist nämlich wie bei den Beeren- und Trockenbeerenauslesen
des Rheingaus oder den Sauternes die Edelfäule. Im Unterschied
zu diesen und ähnlich den Fino Sherries wird er jedoch eine
Zeitlang in nur etwa zu vier Fünftel vollen Fässern
ausgebaut, in denen sich dann ein Hefefilm bildet, ähnlich
der Florhefe, doch bei sehr
viel geringeren Temperaturen, die den Weinen ihre besondere Geschmacksnote
verleiht. Für höherrangigen Tokajer, den Tokaji Aszú
(Tokajer Aszú), sortiert man die von der Edelfäule
befallenen Beeren aus und füllt sie in Puttonyos (Butten)
von etwa 30 l Fassungsvermögen. Die anderen Trauben werden
gepreßt bzw. sind meist vor dem 28. Oktober gelesen worden,
dem traditionellen Lesebeginn für die Aszú-Trauben.
Die Qualität des späteren Tokaji Aszú und sein
Süßegrad hängen nun von dem Verhältnis normalen
Weins - wobei früher als bester Grundwein jeweils der des
voraufgegangenen Jahres galt - zu Butten edelfaulen Lesegutes
ab, d.h. wieviel Butten Ausbruchteig einem Göncer Faß
(136 l) Grundwein hinzugefügt und zusammen vergoren werden.
Je mehr Butten desto feiner, süßer und bemerkenswerter
ist der Wein. Die Zahl der Puttonyos, die auf dem Halsetikett
der Flasche angegeben ist, schwankt zwischen eins und sechs, wobei
die am häufigsten erzeugten Weine drei-, vier- oder fünfbuttige
Aszúweine sind. Für alle diese Stufen sind exakte
Mindestwerte vorgeschrieben, so daß diese Weine in der Regel
heute statt in Göncer Faß und Butten entsprechend den
vorgegebenen Parametern in größeren Einheiten verzeugt
werden. Der rarste aller Tokajer ist die Tokaji Eszencia (Tokajer
Essenz), die ausschließlich aus dem Vorlauf der Butten erzeugt
wird, wobei eine Butte 1-1,5 l Essenz ergibt, die mindestens 250
g/l Zucker enthält, der natürlich nur zum geringsten
Teil vergärt, so daß die Essenz den niedrigsten Alkoholgehalt
(6-10% vol.) und die höchste Süße aller Tokajer
aufweist und eine einmalige, doch nur äußerst selten
anzutreffende Köstlichkeit darstellt. Nicht ganz so aussergewöhnlich
ist der Tokaji Aszú Eszencia, der über dem sechsbuttigen
Aszú rangiert, in der Regel wohl um 200 g/l Restzucker
und 12-14% vol. Alkohol aufweist.
Aus diesen gesetzlichen Bedingungen heraus ergibt sich, daß
im Gegensatz zu einem Sauternes ein Tokajer nicht jedes Jahr erzeugt
werden kann, da der Botrytisbefall die unumstößliche
Voraussetzung ist. Im allgemeinen geht man davon aus, daß
von zehn Jahren drei mittlere Jahre und vier gute Jahre sind,
während es in den verbleibenden drei keinen Tokajer gibt.
Auch quantitativ unterscheidet sich der Tokajer vom Sauternes:
Quantitativ mittlere Jahre ergeben einen durchschnittlichen Ertrag
von ganzen 5 hl/ha, gute Jahre hingegen im Schnitt 10 hl/ha.
TOSKANA - Die Toskana ist wohl eine der bekanntesten und wichtigsten Weinregionen
Italiens, woran in den letzten Jahrzehnten der mengenmässig
grösste unter den DOC-Weinen, der Chianti nicht ganz unschuldig
war. Heute gewinnen die aufstrebenden Weine wie der Brunello di
Montalcino, der Vino Nobile di Montepulciano und der Vernaccia
di San Gimignano immer grössere Aufmerksamkeit. Die 23'000
km2 grosse Toskana ist eine mittelitalienische Region am Tyrrhenischen
Meer die in der Grösse an 5. und mit der Bevölkerungszahl
an 9.Stelle steht und in 9 Provinzen unterteilt ist. In der knapp
87'000 ha grossen Gesamtrebfläche sind 20 DOC- und 3 DOCG-Zonen
ausgewiesen, deren Zahl wohl noch weiter steigen wird. Es werden
jährlich knapp 3,9 Mio. hl Wein produziert, darin sind ca.
31 % DOC/DOCG-Weine enthalten. Das toskanische Klima ist gemässigt,
im Sommer heiss und trocken, im Winter und Frühjahr kalt
bis kühl mit ausreichend Niederschlag. Der Durchschnittsertrag
von ca. 45 hl/ha ist für Qualität und Quantität
ein optimales Mittelmass. Bodenbeschaffenheit und Mikroklima sind
sehr unterschiedlich, ebenso die Rebsortenvielfalt. Es werden
hauptsächlich die roten Rebsorten Sangiovese, Canaiolo Nero,
Colorino und Mammolo sowie die weissen Trebbiano Toscano, Vernaccia,
Malvasia del Chianti und Moscadello kultiviert die in sehr verschiedenen
Systemen erzogen werden. Der wichtigste Wein ist noch immer der
"Chianti Classico" dicht gefolgt vom "Brunello
di Montalcino" und dem "Vino Nobile di Montepulciano".
TRADITIONELLE FLASCHENGÄRUNG - In Deutschland benutzter Begriff für die klassische Methode
der Sektherstellung, in der die Hefe in der Flasche abgerüttelt
wird.
TRAMINER - Aromatico siehe Rebsorten
TRADITIONELLE
FLASCHENGÄRUNG - In Deutschland benutzter Begriff für
die klassische Methode der Sektherstellung, in der die Hefe in
der Flasche abgerüttelt wird
TRANSVASIERVERFAHREN -
Verfahren aus traditioneller Flaschengärung
und Tankvergärung. Die zweite Gärung erfolgt zunächst
in der Flasche, das Abtrennen der Hefe jedoch nicht durch Abrütteln,
sondern durch Filtration wie bei tankvergorenen Sekten. Trotzdem
darf der Erzeuger Flaschengärung auf das Etikett schreiben,
für viele Verbraucher irreführend.
TRATRATE - Salze der Weinsäure (Acidum tartarcidum)
Sie können als Weinstein in Form von Kristallenim Wein ausfallen.
TRAUBE - Frucht der Rebpflanze. Die Beere besteht aus Haut, Fruchtfleisch
und Kernen. Das Fruchtfleisch besteht hauptsächlich aus Wasser
aus Zuckern, die den Alkohol für die Gärung geben aus
organischen Säuren, darunter die Milchsäure, die sich
in Fruktose und Glukose zersetzt, und aus Weinsäure. Die
Haut besteht aus 6 Schichten. Die Haut enthält die Farbstoffe
und den Grossteil der Aromastoffe der Traube. Es sind dort Anthocyane
und Flavone also Phenole zu finden. Die Haut der Traube überträgt
den Erdgeschmack. Und auch seine Farbe, denn das Fruchtfleisch
der Traube ist weiss. In Wirklichkeit haben einige Rebsorten,
"Färber" genannt, ein farbiges Fruchtfleisch. Die
Kerne enthalten Tannin und Fette.
TRAUBENLESE - Im September, Oktober, November werden die Trauben gelesen.
Ein großer Teil der Arbeit erledigen heute die Traubenvollernter.
Beim größten Teil der Rotweine, bei Beeren- und Trockenbeerenauslesen,
sowie bei den Selectionsweinen, wird von Hand gelesen.
TRAUBENMOSTKONTZENTRAT - Weil es gesetzlich vorgeschrieben ist, wird in Italien anstelle
von Rübenzucker konzentrierter und geklärter Traubenmost
aus dem eigenen Weinberg verwendet, um den Alkoholgehalt eines
Weines anzuheben. Je nach Art des Konzentrats hat diese Methode
auch starken geschmacklichen Einfluss.
TRAUBENMÜHLE - Gerät zum Mahlen der Beeren zwischen zwei gegeneinander
laufenden Gummirollen, um aus Trauben Maische herzustellen.
TRAUBENSAFT - Natürlicher, durch bestimmte Verfahren haltbar gemachter
alkoholfreier Fruchtsaft (ungegorener Traubenmost). Er ist nur
zum unmittelbaren Verbrauch, nicht zur Weinherstellung bestimmt
und muß als Traubensaft gekennzeichnet sein. Jahrgangs-
oder Rebsortenangaben sind zulässig. Ein Kilo Trauben ergibt
normalerweise 0,7 Liter Most.
TRAUBENWICKLER - gefährlicher Schädling, der als Heu- oder Sauerwurm
an den Gescheinen (Trauben vor der Blüte) der Rebpflanze
frißt und diese zerstört. Wird mit Insektiziden bekämpft.
TRAUBENZUCKER - auch Saccharose, Inhaltsstoff des Mostes, aus Glucose und Fructose
bestehend. In der Reifezeit nimmt der Gehalt an Traubenzucker
stetig zu und parallel dazu die Säure stetig ab.
TREBBIANO - siehe Rebsorten
TRENTIN - Die meisten Weinberge des Trentin liegen in geringeren Höhen,
auf sanft geneigten Talhängen und in der Ebene. Auch das
kulturelle Umfeld ist hier bereits typisch italienisch. Das Trentin
liefert durch seine geographischen und klimatischen Bedingungen
lieblichere Weine mit runderem Aroma. Das Angebot umfasst hauptsächlich
trockene, helle und fruchtige Weine, aber ebenso Rotweine mit
Charakter, die auch altern können
TRESTER - Der feste Rückstand bei der Kelterung von frischen Weintrauben.
Er setzt sich zusammen aus Beerenhülsen (-schalen), Kernen
und Kämmen (Stielen, Rappen). Aus Trestern darf nur Tresterbrand
(entspricht dem italienischen Grappa und dem französischen
Marc) hergestellt werden, nicht aber Wein. Weiterhin werden die
ausgepreßten Schalen mit den Kernen als Brennstoff oder
als organischer Dünger im Weinberg weiterverwendet.
TRESTERHUT - Schalen, Stiele und andere feste Traubenbestandteile, die bei
der Maischegärung auf dem Saft schwimmen.
TRINKTEMPERATUR - Wein ist sehr temperaturempfindlich. Die richtige Trinktemperatur
ist Voraussetzung dafür, daß sich die Aromastoffe des
Weines für die Nase (Blume) und den Gaumen (Bukett) richtig
entfalten, nicht zu einseitig-aufdringlich (zu warm) und nicht
zu zurückhaltend-ausdruckslos (zu kalt) sind. Weißwein
und Rosewein/Weißherbst trinken sich am besten bei 10-12°
C, Rotweine bei 13-16° C, gerbstoffreiche, alkoholreiche und
ältere Rotweine auch darüber (bis 18° C). Diese
sollte man vorher dekantieren, und chambrieren (Zimmertemperatur
annehmen lassen).
TROCKEN - Eine in Deutschland und Österreich der für Wein auf
dem Etikett allein zulässigen vier Geschmacksangaben. Ein
so bezeichneter Wein darf entweder höchstens 4 g/l Restzucker
haben (man spricht dann von klassisch trocken) oder höchstens
9 g/l Restzucker, wenn die Weinsäure höchstens 2 g/l
niedriger ist als der Restzuckergehalt (z.B.: bei 8 g/l Restzucker
darf der Säuregehalt 6 g/l nicht unterschreiten). Trockenen
Weinen wird auf Antrag das gelbe Weinsiegel verliehen. Bei Sekt
weist die Angabe trocken hingegen auf einen Gehalt an Restzucker
zwischen 17 und 35 g/l hin, wahlweise ist auch das Wort dry erlaubt.
TROCKENBEERENAUSLESE - Konzentrierter, edelsüßer Wein der höchsten
Qualitätsstufe (in Deutschland mindestens 150 Grad Öchsle),
nur aus vollreifen, unbe-schä-digten, gesunden und rosinenartig
einge-trock-neten Beeren gewonnen, die einzeln aus einer Traube
herausgepickt werden. Es ist ein sehr edler Wein mit einem eindeutigen
Honigduft. Dieser Duft ergibt sich aus den mit der "Edelfäulnis"
behafteten und zusammenge-schrumpften Trauben. Berühmte TBA
kommen aus Deutschland, Elsaß und Österreich (Neusiedlersee).
Auch Sauternes und Barsac aus dem Bordelais.
TROLLINGER - siehe Rebsorten
TRULLO - Steinernes, einräumiges Rundhaus meist mit Kraggewölbe,
wie es vor allem in Apulien anzutreffen ist. Im 18. Jahrhundert
tauchten Trulli, ohne daß die Zusammenhänge bislang
hinreichend geklärt zu sein scheinen, auch in Teilen von
Rheinhessen auf, u.a. in der Umgebung von Flörsheim-Dalsheim.
Seit einigen Jahren erzeugt dort das geachtete Weingut Schales
einen Wein unter dem Namen "Trullo", der je nach Jahrgang
bis zu 60% aus Weißem Burgunder, ca. 20-30% aus Kerner,
ca. 10% aus Riesling und eventuell noch aus der einen oder anderen
ergänzenden Sorte besteht: ein Wein mit 11-11,5% vol. Alkohol,
trocken, gehaltvoll, substantiell mit gutem Rückgrat, Nerv,
doch nicht aggressiv in der Säure, ausgeglichen, vielleicht
nicht ganz das rheinhessische Gegenstück zum Geheimrat "J"
des Rheingaus, doch der derzeit wohl bemerkenswerteste Wein aus
dem rheinhessischen Hügelland.
TÜRKENBLUT -
beliebte Mischung aus Burgunder und Sekt
TYPENWEIN -
Wein aus Erzeugerabfüllung mit gleichbleibender Qualität.
Im Gegensatz zu Markenwein
HERGESTELLT IN DEN erzeugerbetrieben oder von Interessengemeinschaften
meherer Weingüter sogenannte Charta-Weine
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