V
- VDQS bis vSOP
VDQS -
(Vin délimité de qualité
supérieur) Wein höherer Qualität aus einer bestimmten,
genau abgegrenzten Gegend. Rangiert nach dem französischem
Recht hinter den A.C.-Weinen Vecchio Italienische Bezeichnung
der Qualitätsstufe von DOC-Weinen. Diese Weine unterliegen
höheren Qualitätsanforderungen, sowie längerer
Ausbauzeiten.
VALPOLLICELLA - Valpolicella bezeichnet ein Weinbaugebiet , das in den Bergen
nördlich von Verona gelegen ist und 19 Gemeinden umfasst.
Ähnlich wie beim Chianti legen die DOC-Bestimmungen die Anbaugebiete
für Valpolicella-Weine fest, ebenso gibt es auch hier unterschiedliche
Qualitäten. Alle Valpolicella-Weine, wie auch der Recioto
und der Amarone werden hauptsächlich aus folgenden Traubensorten
hergestellt: 40 - 70 % Corvina veronese, 20 - 40 % Rondinella,
5- 25 % Molinara. Ausserdem sind noch kleinere Anteile von Rossignola,
Negrara, Barbera und Sangiovese zur besseren Akzentuierung zulässig.
Der Valpolicella ist einer der bekanntesten Rotweine des Veneto.
Ist er von guter Qualität, gehört er zu den elegantesten,
leichten Weinen Italiens. Die Farbe ist rubinrot, das Bukett fruchtig
und erinnert an Kirschen. Der Geschmack ist geschmeidig, voll,
harmonisch, kann trocken oder auch etwas süsslich sein, den
Abgang bildet ein leichter Bittermandel-Geschmack. Das Prädikat
Superiore bezeichnet eine anspruchsvollere Qualität, der
mindestens 1jährige Fasslagerung und 12 % Alkohol aufweisen
muss.
VALPOLLICELLA CLASSICO - Der Classico-Bereich beschränkt sich auf die westlichsten
Gemeinden Negrar, Marano, Fumane, San Pietro in Cariano und Sant'Ambrogio
di Valpolicella.
VALPOLLICELLA-VALPANTENA - Weine mit dieser Bezeichnung stammen aus einem begrenzten Gebiet
nördlich von Verona, das die Gemeinden Alcenago, Rosaro und
Azzago einschliesst.
VAUD - Französische Bezeichnung für den Schweizer Kanton
Waadt.
VDP - Der "Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter".
Eingetragener Verein mit Sitz in Trier, Abkürzung VDP. Erkennungszeichen
für Weine von Mitgliedern des VDP ist seit dem Jahrgang 1991
die VDP-Kapsel mit dem Traubenadler. Die Satzung des VDP enthält
strenge Qualitätskriterien wie freiwillige Ertragsbeschränkungen,
höhere als die vorgeschriebenen Mindestmostgewichte; integrierter
Weinbau als Mindeststandard.
VDT - Qualitätsbezeichnung: Vino di Tavola
VENDAGE TARDTIVE - frz. Spätlese. Vor allem im Elsaß gebräuchliche
Bezeichnung für edelsüße Weine, die der Auslese
in Deutschland vergleichbar sind.
VENDEMMIA - Italienische Bezeichnung für Weinlese oder Jahrgang.
VENDIMIA - Spanisch für Weinlese. Die Bezeichnung für Jahrgang
lautet Cosecha.
VENETO - Weine aus Südtirol und dem Veneto sind im Lebensmittelhandel
gut vertreten. Vernatsch, Weissburgunder, Soave, Bardolino. Die
besseren Weine gibt es im Fachhandel und die Auswahl ist vielfältig:
Ein Weissburgunder der Spitzenklasse aus Südtirol etwa oder
ein Lagrein, ein Chardonnay, ein Nosiola oder ein feiner Marzemino
aus dem Trentino. Prosecco als Perlwein oder als Schaumwein. Rotwein
aus dem Valtellina, Amarone und ein guter Soave.
VERBESSERN - Siehe Anreichern, Aufbessern,
Chaptalisieren, Naßverbesserung
VERDICHIO - siehe Rebsorten
VERDUZZO - siehe Rebsorten
VEREDELN - Aufpfropfen eines Edelreises auf eine Unterlagsrebe umpfropfen.
VERMENTINO - siehe Rebsorten
VERNACCIA - siehe Rebsorten
VERNACCIA DI SAN GIMIGNANO - siehe Rebsorten
VERNATSCH - siehe Rebsorten
VERRIESELN - Nicht ganz so verhängnisvoll für den Winzer wie das
Durchrieseln. Beim Verrieseln bleiben einige Beeren infolge mangelhafter
Befruchtung klein und kernlos. Diese "unterentwickelten"
Beeren nennt man jungfräuliche oder parthenokarpe Beeren,
im Französischen Millerands, im Englischen Shot berries.
Da sie gewöhnlich sehr süß sind, können sie
qualitativ durchaus zur Verbesserung des Weins beitragen, doch
geht das natürlich auf Kosten der Quantität.
VERSCHNEIDEN - Mischen von unterschiedlichen Weinpartien, Rebsorten oder Weinen
aus verschiedenen Regionen zu einem neuen Wein.
VERSCHNITT -
Verfahren der "Mischung" von Wein, Most oder Trauben
aus verschiedenen Gründen:
1. um einen Markenwein gleichbleibender Qualität Jahr für
Jahr zu erzeugen, wie dies bei den meisten Likör- und Schaumweinen,
die ohne Jahrgangsbezeichnung in den Handel kommen, der Fall ist,
aber auch für etliche Stillweine zutrifft;
2. um einen besseren Wein zu erzeugen als entstünde, bestände
er nur aus einem Teil seiner Komponenten. Diese auch assemblage
genannte Mischung kennzeichnet nicht nur praktisch alle großen
Bordeaux, den Chianti, Rioja, Châteauneuf-du-Pape, sondern
nahezu alle südeuropäischen Weine
3. um einen Wein genießbarer und marktgerechter zu machen,
insbesondere in geringeren Jahren in den nördlichen Anbaugebieten,
z.B. der Edelzwicker im Elsaß.
Wenn die geographische Herkunft, die Rebsorte und der Jahrgang
genannt sind, müssen mindestens 85% des Flascheninhalts exakt
den Angaben entsprechen. Eine Ausnahme gibt es leider bei deutschen
Weinen. Zugesetzte Süßreserve gilt selbst dann nicht
als Verschnitt, wenn sie aus anderen als auf dem Etikett angegebenen
Rebsorten, Lagen oder Jahrgang stammt. Immerhin darf sie nicht
mehr unbegrenzt zugesetzt werden. Zusammen mit den übrigen
Anteilen dürfen dann die Fremdanteile insgesamt 25% nicht
übersteigen. Abgesehen von der Erzeugung von Rotling ist
in Deutschland das Verschneiden von weißen mit roten Traubensorten
nicht zulässig.
VERTIKALER VERSCHNITT - Cuvée, ein Verschnitt verschiedene Jahrgänge (Horizontaler
Verschnitt: aus bis zu 50 verschiedenen Weinen verschiedener Lagen).
VIDE - Angabe auf einigen italienischen Weinflaschen: Sie stammen von
Mitgliedern der Associazione Vitivinicoltori
Italiani di Eccellenza, einem Zusammenschluß von rund
30 italienischen Spitzenweingütern. Der so ausgezeichnete
Wein wurde einer Prüfung unterzogen und dank seiner überdurchschnittlichen
Qualität mit der nummerierten Kontrollbanderole VIDE versehen.
Ziel der Vereinigung ist es, nur die besten Weine der Mitgliedsbetriebe
auszuzeichnen und auf diese Weise höchste Qualität zu
erreichen.
VIELLES VIGNES - frz. alte Reben, daher besonders gut, aber nicht mehr so ertragreich
und die ganze Kraft des Rebstockes geht in die Trauben
VIGNA - Italienisch für Weinberg; darf ebenso wie vigneto bei DOC-und
DOCG-Weinen zur Bezeichnung einer Einzellage
oder cru verwandt werden, wenn
die Lage im Weinbergsregister eingetragen ist und der Wein tatsächlich
aus dieser Lage stammt.
VIGNE - Französische Bezeichnung für Wein allgemein, aber
auch für den Weinstock und die Weinrebe, damit wieder auf
die individuelle Parzelle und deren Wein übertragbar.
VIGNOBLE - Französisch für Weinberg oder die Gesamtheit mehrerer
Weinberge (nicht für die Einzellage),
die oft die gleiche Appellation haben, z.B. Les Vignobles de Bordeaux
für die Gesamtheit der Bordeaux-Weine, aber auch Le Vignoble
de la France.
VIN BLANC - Weißwein
VIN CUIT - "gekochter Wein"; Provencalische Spezialität
für Weihnachten und festliche Angelegenheiten. Durch das
Kochen des Rosé-Weines ist der Saft so konzentriert, daß
nach der sehr langen Gärung ein süßer und gehaltvoller
Dessertwein entsteht.
VIN
DE CAFÉ
- Meist Rot- oder Roséwein von in der Regel anspruchsloser
Qualität, der als Vin de comptoir oder Schoppenwein in französischen
Restaurants offen ausgeschenkt wird.
VIN
DE CORSE - Allgemeine Appellation contrôlée
für die den Bestimmungen entsprechenden Rot-, Rosé-
und Weißweine Korsikas. Jährlich kommen etwa 80.000
hl unter dieser Bezeichnung in den Handel, davon weniger als 10%
Weißwein. Diese Weine können gegebenenfalls auf dem
Etikett zusätzlich einen der 7 Bereiche als engere geographische
Herkunftsangabe nennen: Ajaccio, Calvi, Figari, Patrimonio, Porto-Vecchio,
Sartène und Coteaux du Cap Corse.
VIN
DE GARDE - Französische Bezeichnung für einen
lange lagerfähigen Wein, dessen Qualität durch Lagerung
besser wird. So gelten z.B. die 1961er, 1970er, 1975er, 1982er,
1986er, 1990er roten Bordeaux als klassische vins de garde letzter
Zeit.
VIN
DE L'ANNÉE - Französische Bezeichnung (wörtlich
Wein des Jahres) für einen Wein der letzten Ernte, der noch
kein Jahr alt ist, unabhängig von seiner Qualität. Heuriger,
Primeur.
VIN MOUSSEUX - Schaumwein
VIN
DE PAILLE - Paille bedeutet Stroh, und ein Strohwein
ist ein Wein, dessen Trauben auf Strohmatten (manchmal in der
Sonne, häufiger im Haus aufgehangen oder auf Gestellen gelagert)
getrocknet werden, bis sie teilweise oder ganz rosiniert sind.
Vins de paille sind in der Regel süße, meist recht
alkoholreiche Weine, die in Frankreich jedoch nur in sehr geringem
Umfang erzeugt werden, so z.T. in Hermitage und in der Jura. Passito,
Recioto, Amarone, Sfurzat, Pedro Ximénez.
VIN
DE PAYS - In Deutschland Landwein, in Italien vino
con indicazione geografica tipica. Anders als in diesen beiden
Ländern stellt der Vin de pays in Frankreich heute mit ca.
15% einen erheblichen Anteil an der nationalen Weinerzeugung.
Heute gibt es 102 Vins de pays in Frankreich mit unterschiedlich
großen Gebieten. Diese können mehrere Départements
umfassen, wie die Zonen des Vin de pays du Jardin de France, des
Vin de pays d'Oc, des Vin de pays du Comté Tolosan, aber
auch die des Vin de pays des Comtés rhodaniens, des Vin
de pays des collines rhodaniennes, des Vin de pays charentais,
des vin de pays de Franche-Comté u.a. oder aber auch nur
wenige Hektar wie das Gebiet des Vin de pays des Coteaux Charitois
an den Hängen oberhalb von La Charité sur Loire unweit
von Pouilly. Französische Landweine dürfen nur aus empfohlenen
Rebsorten und mit einem Hektarhöchstertrag von 80 bzw. 90
hl/ha erzeugt werden. Sie müssen je nach Region mindestens
9-11% vol. Alkohol aufweisen. Rotweine dürfen nicht mehr
als 125, Weiß - und Roséweine nicht über 150
mg/l SO2 enthalten.
VIN
DOUX NATUREL - Etwas mißverständlicher Begriff
für eine Gruppe südfranzösischer Weine, vor allem
aus dem Midi, deren Süße nicht ganz so natürlich
ist, wie der Name vermuten ließe. Zwar müssen ihre
Moste vor jeder Anreicherung mindestens 252 g/l Zucker enthalten,
doch sind die Weine grundsätzlich gespritet, d.h. die Gärung
wird vorzeitig durch den Zusatz von reinem Alkohol beendet. Dadurch
bleiben die Weine süß und verfügen über einen
relativ hohen Alkoholgehalt (mindestens 15% tatsächlichen
und mindestens 21,5% vol. Gesamtalkoholgehalt; in der Regel liegt
der tatsächliche Alkoholgehalt dieser Weine zwischen 16 und
17% vol.). In Frankreich werden jährlich um die 600.000 hl
dieser Weine erzeugt, die als Rivesaltes, Banyuls, Maury, Frontignan,
Beaumes de Venice, Rasteau u.a. in den Handel kommen. Man sollte
diese, auch Likörweine genannten Weine nicht mit dem grundsätzlich
ungespriteten Vin liquoreux aus Sauternes oder von der Loire bzw.
den deutschen und österreichischen Beeren- und Trockenbeerenauslesen
verwechseln.
VIN
FIN - Wenig präziser Begriff in Frankreich für
einen Wein gehobener Qualität, ähnlich wie grand vin.
Theoretisch könnte sich jeder Wein so nennen, und dies ist
wohl auch ein Grund, warum heute die einstige Bezeichnung Vins
fins de la Côte de Nuits zugunsten der Bezeichnung Côte
de Nuits-Villages kaum noch benutzt wird.
VIN
JAUNE - Ausgefallener, ganz spezieller Wein aus dem
französischen Jura, der stark an einen sehr leichten spanischen
Sherry erinnert und vornehmlich in der Umgebung von Château-Chalon
erzeugt wird.
VIN
LIQUOREUX - Nicht gespriteter, süßer Weißwein,
einer deutschen oder österreichischen Beeren- oder Trockenbeerenauslese
vergleichbar, der ein hohes Maß an natürlichen Traubenzucker
oder Liqueur enthält.
VIN
NOUVEAU - Französisch für den neuen Wein,
der soeben erst oder kürzlich seine Gärung beendet hat
und fertig ist. Primeur, Heuriger.
VIN
ORDINAIRE - Der einfache, belanglose Allerweltswein,
eine gesetzlich nicht mehr verwendete Kategorie.
VIN
ROUGE - Französisch für Rotwein.
VIN SANTO - Dieser Dessertwein (auch Vinsanto oder Vino Santo) wird in mehreren
Weinbaugebieten Italiens hergestellt, zum Beispiel im Trentino,
der bekannteste ist aber sicher jener aus der Toskana. Der Name
bedeutet Heiliger Wein; der Grund ist, dass er gerne als Messwein
verwendet wurde und teilweise noch wird. Fast jeder Bauernhof
stellt diesen Wein her, sehr oft nur für den Eigenverbrauch
bei besonderen Anlässen. Zumeist handelt es sich um süsse
Varianten (amabile), aber es werden auch trockene (secco) hergestellt.
Die süssen Varianten nennt man nach dem Verfahren Passito.
Ausgesuchte Trauben der weissen Rebsorten Malvasia, Trebbiano
oder Grechetto (teilweise auch rote Sorten) werden zum Trocknen
auf Regale ausgelegt. Angeschimmelte Trauben werden ausgeschieden.
Erst nach Weihnachten werden die Trauben gekeltert und der Most
in kleine Kastanien- oder Eichenholzfässer (Caratelli) gefülllt.
Dazu wird häufig der dicke Rückstand eines alten Weines
(Madre) dazugefügt. Traditionell werden die Fässer mit
Zement verschlossen und erst nach 2 bis 6 Jahren wieder geöffnet.
Das Ergebnis ist ein üppiger, alkoholstarker, süsser
und golden-bernsteinfarbener Wein.
VIN
SUR LIE -
Bezeichnung für Weißweine, die ohne abgestochen zu
werden, unmittelbar von der Hefe auf die Flasche gefüllt
werden. Sie behalten auf diese Weise einen ganz leichten, sehr
angenehmen Hefegeschmack und etwas von der natürlichen Kohlensäure,
wodurch sie ganz leicht perlen. Die Weine verfügen dadurch
über eine besondere Frische und Spritzigkeit, wie man sie
in Frankreich zumal beim Muscadet sehr schätzt. Dieser kommt
dann als Muscadet sur lie in den Handel.
VIÑA - Spanisch für Lage (auch als Viñedo bezeichnet),
wird, wo entsprechende, festgelegte Gemarkungen fehlen, mitunter
als Markenname für bestimmte Abfüllungen einer Bodega
verwandt.
VINÉ
- Französische Ausdruck für gespritet.
VINIFIKATION - Weinbereitung. Keltern der Trauben und Vergären des Mostes.
VINILLO - Spanisch für kleiner Wein, ein Wein mit wenig Alkohol,
Körper und Charakter. Vinello.
VINO
CORRIENTE - Der spanische Kurrantwein, entsprechend dem französischen
vin ordinaire, ein gewöhnlicher, alltäglicher Schoppenwein,
der meist offen ausgeschenkt wird. Auch als vino común
bezeichnet.
VINO
DA TAGLIO - Italienische Bezeichnung für Verschnitt-
oder Deckwein, meist ein tieffarbener, alkoholreicher Wein aus
dem Süden des Landes, der häufig auf verschwiegenen
Wegen nach Norden wandert, um dortigen Weinen Farbe und Kraft
zu verleihen, was nicht ungesetzlich sein muß.
VINO DA TAVOLO - ital. Tafelwein. Bezeichnung für einfache, aber inzwischen
auch für sehr hochwertige Weine, die nicht in die Kategorien
des DOC passen.
VINO
NOBILE DI MONTEPULCIANO - Die Stadt Montepulciano liegt
südlich von Siena im oberen Chiana-Tal, zählt zu den
schönsten der Toskana und wird als "Perle der Renaissance"
bezeichnet. Die Stadt war die Heimat zweier Päpste und einer
von ihnen, Paul III. Der beste Wein wurde immer für den Papst
und die Kurie reserviert. Daher stammt auch der Beiname "Vino
Nobile", der Wein für die Vornehmen, den Adel.
VINO
SANTO - siehe VIN SANTO
VINO
TINTO - Spanisch: Rotwein.
VIñO
VERDE - grüner Wein (portugiesisch); Portugiesischer
junger Weißwein. Wird sehr jung getrunken, leicht prickelnd.
VINTAGE - engl. Jahrgang.
VITE
ALBERATA - Nach italienischer Art (häufig auch
in Nordportugal) an Bäumen erzogene Weinreben, wobei der
Baum als marito (Ehemann) bezeichnet wird.
VITICULTEUR - Französischer Ausdruck für Winzer, zumal den selbständigen.
Insofern nicht immer identisch mit vigneron, der auch den unselbständigen
Weinbauern oder Pächter bezeichnen kann.
VITIS - Gattung der Reben, zur Familie der Rebengewächse gehörend,
mit Untergattungen und zahlreichen Arten. Von einigen Hybriden
abgesehen, stammen alle Weine von der in Europa beheimateten Art
Vitis vinifera.
VITI
VINICOLTORI ITALIANI DI ECCELLENZA - Vereinigung namhafter
Spitzenerzeuger italienischer Weine, deren jeweils beste Weine
nach entsprechender Prüfung die nummerierte Kontrollbanderole
VIDE erhalten. Auch wenn nicht alle so ausgezeichneten
Flaschen einen wirklich bemerkenswerten Wein beinhalten, noch
alle Spitzerzeuger der Vereinigung angehören, darf man davon
ausgehend, daß so etikettierte Weine sicherlich von deutlich
überdurchschnittlicher Qualität sind.
VOLL - Ein körperreicher Wein ist ein voller Wein; es ist also
der Körper und nicht der Alkohol maßgebend.
VOLLMUNDIG - voller, körperreicher Wein mit höherem Alkoholgehalt.
VORKLÄREN
- Höchst wohltuende Praxis bei
der Erzeugung von Weißwein, bei der man den frisch gekelterten
Most ungefähr 24 Stunden stehenläßt, damit sich
Trub- und Schmutzteilchen absetzen können. Um ein frühzeitiges
Einsetzen der Gärung zu verhindern, benötigt man
etwas Schwefel und möglichst niedrige Temperaturen.
Das Vorklären
wird heute, in der Regel aus arbeitstechnischen Gründen,
zugunsten eines Separierens des Mostes vielfach unterlassen,
das
jedoch in der Regel die Qualität des späteren Weins
negativ beeinflußt.
VORLAUF - Ohne Anwendung mechanischen Drucks aus dem Vorentsafter oder
der Kelter beim Aufschütten ablaufender Most, mitunter von
besonders harmonischer Zusammensetzung und dann getrennt vom Preß-
und Scheitermost eingelagert. Als Vorlauf wird im Elsaß
in Marlenheim ein bekannter Roséwein aus dem Pinot noir
erzeugt. In Bordeaux erzeugt man aus Vorlauf (das sog. Saigner-Verfahren)
den Clairet. Vino de lágrima.
VORLAUFMOST - der hochwertige Mostteil, der nach dem Mahlen der Trauben ohne
weiteres Pressen von der Kelter läuft.
VORLESE - Mitunter vor der eigentlichen Lese durchgeführte Auslese
gefährdeten Leseguts.
VORNEHM - Bezeichnung für einen sehr eleganten, distinguierten
und hochwertigen Wein.
VQPRD - frz. Vin de qualité produit dans des regions determinees.
Entspricht dem deutschen Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete
(QbA).
VSOP - Abkürzung von "Very Superior Old Pale" (vorzüglich,
alt und hell).
|