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Das Rezept der Woche
Diesmal von Wolfgang Hosser, Hotel Hosser, Weierbacher Str., Idar-Oberstein

Marinierter Lammrücken in Rosmarinsoße mit Bohnenbündeln und Bratkartoffeln

Für 4 Personen:
800 gr. Lammrücken (ohne Knochen) sorgfältig von allen Sehnen säubern, in ca. 100 gr. große Stücke schneiden und 1 Tag lang mit
4 zerdrückten Knoblauchzehen und
100 ml Olivenöl marinieren.
500 gr grüne Bohnen in ungesalzenem Wasser kochen, kalt abschrecken.
600 gr. Kartoffeln mit Schale kochen, abkühlen lassen, schälen und in Scheiben schneiden.
Zur Zubereitung die Lammrückenstücke aus der Marinade nehmen, salzen und in einer heißen Pfanne mit
etwas Olivenöl kräftig anbraten. Mit
etwas Cognac ablöschen (mutige können auch flambieren).
Die Lammrückenfilets in einem Backofen bei niedriger Temperatur (100°C)
weiter ziehen lassen.
Den Bratfond mit 200 ml Sahne aufgiessen, salzen,
1 Rosmarinzweig dazugeben und die Sauce einkochen lassen.
Jeweils 7-8 der ganzen Bohnen mit in dünne Streifen geschnittenem Dörrfleisch umwickeln. Pro Person braucht man 2-3 Bohnenbündel, also
10 – 12 Scheiben Dörrfleisch. Die Bohnenbündel werden gesalzen und in etwas Butter angebraten.
Die gekochten Kartoffelscheiben in
etwas Schmalz anbraten, Streifen von
1 kleinen Zwiebel hinzugeben, salzen, pfeffern und in einer beschichteten Pfanne je nach Vorliebe
hellgelb, goldgelb oder knusprig braun anbraten.
Alles auf heißen Tellern anrichten und den Lammrücken mit Sauce umgießen.

.

Profitipps zu diesem Rezept:
Das Garziehen des Lammrückens bei milder Temperatur ist eine sehr schonende Technik, den Lammrücken zartrosa, aber nicht roh zuzubereiten. Bei der milden Temperatur gart der Rücken langsam durch und schließt den Saft nach vorherigem starken Anbraten ein. Bei dieser Methode kommt es nicht auf die Minute an und die Prozesse des Garens und des Regenerierens gehen ineinander über.
Aufgrund der enormen Produktionsmengen sind Lammrückenfilets aus Neuseeland fast ganzjährig im Lebensmittelhandel verfügbar. Aber Achtung: mitunter handelt es sich um aufgetaute Ware und die Preisunterschiede sind oft enorm. Neuseeländisches Lammfleisch ist meistens sehr zart und von nicht zu strengem Eigengeschmack. Dennoch: der Genießer (und ökologisch orientierte Verbraucher) entscheidet sich lieber für Lamm von heimischen Direktvermarktern. Dort sind allerdings oft keine Edelteile (wie der Rücken) einzeln zu haben. Dieses Problem lösen aber heimische Naturkostläden (bei größeren Mengen auf Vorbestellung).
Bratkartoffeln lassen sich aus rohen oder aus vorgekochten Kartoffeln zubereiten. Für welchen Weg man sich entscheidet ist eine Frage der verfügbaren Zeit und des eigenen Geschmacks. Probieren Sie für die Alternative mit vorgekochten Kartoffeln einmal die edle Kartoffelsorte Bamberger Hörnchen. Diese hervorragende, festkochende Salatkartoffel sieht eher aus wie eine längliche Wurzel als wie eine Kartoffel. Sie wird immer mit der (sehr dünnen) Schale gekocht. Aufgrund ihrer Form lässt sie sich einfach in gleich große Scheibchen schneiden – und sie hat einen ganz hervorragenden Geschmack. Vollendet wird der Genuß durch das Braten in Schmalz – aber auch eine Mischung aus gleichen Teilen Butterschmalz und Olivenöl ist lecker.
Falls Sie keinen frischen Rosmarinzweig zur Verfügung haben: Rosmarin ist eines der wenigen Kräuter, das seinen vollen Geschmack auch getrocknet (und sogar pulverisiert) erhält.


Wolfgang Hosser ist Küchenchef und Junior des alteingesessenen Hotels Hosser in Weierbach. Mit seinen angenehmen Hotelzimmern und den flexiblen Räumlichkeiten empfiehlt es sich sowohl für kleine als auch große Familienfeiern. Sein Lammrücken ist fester Bestandteil der Speisekarte und wohl auch eines der Lieblingsgerichte des Kochs. Die Kombination der Saucenaromen (Lammansatz, Cognac, Sahne und Rosmarin) ist einfach – aber auch einfach wunderbar lecker. Das Hotel Hosser ist Mitglied der Schinderhannes-Romantik-Wirte.

Dazu der Weintipp von [W]einsteins:

Aromatisches Lamm und feine Kräuteraromen, dazu eine sahnig-aromatische Sauce – selten gibt es eine so eindeutig zueinander passende Verbindung wie in diesem Fall: Chateau La Molhiere Cotes de Duras 2000. Der Wein aus der Region Bordeaux ist ein reiner Merlot – und Merlot hat die Eigenschaft, dass er bei kräftigem Körper und ausgeglichener Struktur sehr wenig Bukett hat – ideal, um nicht mit den Lammaromen und den Kräutertönen zu konkurrieren. In seiner trocken-frischen Art unterstützt er den Genuß auf ideale Art und Weise.

DS

Viel Spass beim Nachkochen und guten Appetit!


 
 

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