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Marinierte Lammhüftsteaks auf Thymiansauce mit getrockneten Aprikosen
von Wolfgang Gläsmann, Restaurant Edelsteinklause, Kirschweilerr
Für 4 Personen:
8 Lammhüftsteaks zu je 100 gr. mit
6 Essl. Olivenöl, 2 gepreßten
Knoblauchzehen und je 2
Thymian- und Rosmarinzweigen 1 Taq marinieren.
4 kleine Frühlingszwiebeln und
1 Knoblauchzehe in kleine Würfel schneiden.
1 Essl. der Marinade erhitzen, Frühlingszwiebeln und Knoblauch darin
anschwitzen und mit etwas Bratensaft oder
Lammfonds auffüllen und die Kräuterzweige kurz mitköcheln
lassen.
15 getrocknete Aprikosen in etwas lauwarmem
Weißwein einweichen. Jeweils
1 rote, gelbe und grüne Paprikaschote würfeln.
Wenn die Sauce etwas reduziert ist, die Kräuterzweige entnehmen,
Paprikawürfel und Aprikosen hinzufügen und mit
2 Teel. grobem Senf, Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Lammhüftsteaks mit
Salz und Pfeffer würzen. Eine Pfanne mit etwas
Olivenöl erhitzen, die Lammhüftsteaks von beiden Seiten kurz
anbraten und dann in den auf 200° vorgeheizten Backofen schieben.
Nach 5-7 Minuten herausnehmen, das Fett abgießen und etwas
Knoblauchbutter dazugeben.
Die Lammhüftsteaks kurz ruhen lassen.
Auf vorgewärmten Tellern die Sauce nappieren, die Steaks in Scheiben
schneiden, in die Sauce legen und mit Kartoffelplätzchen und Bohnen
servieren.
Profitipps zu diesem Rezept:
Lamm und Olivenöl ergänzen sich in den meisten Lammgerichten
hervorragend. Zum Marinieren oder zum Abschmecken von Gemüsebeilagen
sollte man natürlich immer hochwertiges, natives, kaltgepresstes
Olivenöl verwenden. Hier gibt es mittlerweile in allen Vertriebsformen
eine große Anzahl verschiedener, qualitativ hervorragender Öle,
teilweise zu niedrigen Preisen. Sensorisch sehr gutes Olivenöl ist
allerdings immer relativ teuer, denn für die beste Qualität
müssen Oliven von Hand gepflückt werden. Bei der maschinellen
Ernte bzw. beim Schlagen von Olivenbäumen entstehen nämlich
Druckstellen, die dem Öl einen bitteren Geschmack mitgeben. Die höchste
Qualitätsstufe ist übrigens Schöpföl Öl,
das vor der ersten Pressung durch einfaches Abtropfen gewonnen wird. Es
enthält keine Bitterstoffe und kaum Säuren. Zum starken Anbraten
verwendet man jedoch besser raffiniertes Olivenöl. Natives Olivenöl
wird beim starken Erhitzen oft bitter und es verbrennt auch schneller.
Ferner gibt es einige Quellen, die auf gesundheitlich bedenkliche Stoffe
beim Verbrennen von nativem Olivenöl hinweisen.
Sofern Sie Lamm bei einem der vielen Direktvermarkter unserer Region kaufen,
lassen Sie sich reichlich Knochen mitgeben und bereiten Sie daraus selber
einen Lammfonds zu. Interessanterweise ist Lammfonds eine der aromatischsten
Saucengrundlagen überhaupt und er hat auch keinen strengen
Lammgeschmack.
Ebenfalls einen sehr dezenten Geschmack hat Lammleber. In Geschmack und
Konsistenz ist Lammleber fast mit Rehleber zu vergleichen und kann daher
als wirkliche Delikatesse angesehen werden.
Wolfgang Gläsmann
wandelt schon seit fast 40 Jahren auf kulinarischen Pfaden in unserer
Region. Sein großer Erfahrungsschatz ermöglicht es ihm, der
Saison angepasste, ständig wechselnde Spezialitätenkarten zu
bieten. Dabei vereinen sich bei ihm kreative Kochkunst und perfektes Handwerk.
Auf dem Herd steht ständig ein duftender Fondstopf, auf Convenience-Hilfen
kann er ganz verzichten. Und besonders viel Wert legt er auf beste Zutaten
so stammt sein Spießbratenfleisch z.B. von einem der besten,
ausschließlich selbstschlachtenden Metzger unserer Regioner.
Dazu der
Weintipp von [W]einsteins:
Aromatisches Lamm und feine Kräuteraromen, dazu eine vollmundige
und leicht süßliche Sauce verlangen einen vollmundigen und
nicht zu trockenen und gerbsäurebetonten Wein. Die Empfehlung von
WEinstein ist in diesem Fall der Shiraz
des Jahrgangs 1999 von Wakefield, Clare Valley,Australien.
Shiraz ist die von den Cotes-du-Rhone-Weinen bekannte Rebsorte Syrah,
die unbedingt einen hohen Reifegrad benötigt. Unreif geerntet sind
die Weine oft hart und kantig. Shiraz und Australien haben sich gesucht
und gefunden. Nirgendwo sonst auf der Welt erreicht Shiraz eine
solche Fülle und Kraft wie im Kllima Südaustraliens.
Das Weingut Wakefield wurde im letzten Jahr offiziell als bestes Weingut
Australiens ausgezeichnet. WEinstein hat für das Weingut den Vertrieb
in Südwestdeutschland und kann mit Wakefield ganz hervorragende Weine
zu einem sehr günstigen Preis anbieten.
[W]einstein ist
ein Weinfachhandel in Idar-Oberstein, der vorrangig mit der
heimischen Gastronomie und überregionalen Feinkosthändlern
zusammenarbeitet.
Wichtig sind für ihn die optimale Kombination von Wein und Essen,
falsche
Partner können hier den Genuß bei beidem verleiden.
[W]einstein lehnt semiindustriell produzierte Weine von Großabfüllern
ab –
allerdings auch überteuerte „Namen“ – seine Leidenschaft
gehört der
ständigen Suche nach „Schnäppchen“, nach individuellen,
sich von der Masse abhebenden Weinen kleiner Produzenten in hervorragendem
Preis-Leistungs-Verhältnis.
DS
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